Wer prägt die Welt von morgen? Florence Gaub über Macht, Krisen und Handlungsspielräume

Shownotes

Die NATO-Militärstrategin und Zukunftsforscherin Florence Gaub zu Gast bei LOOKAUT - Die Welt wirkt gerade unsicherer denn je: Kriege, geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Umbrüche und das Gefühl, dass bestehende Sicherheiten verschwinden. Doch bedeutet das automatisch, dass die Zukunft düster wird – oder gibt es mehr Handlungsspielraum, als viele denken? In dieser LOOKAUT Videopodcastfolge spricht Florence Gaub über die aktuelle Weltlage und darüber, warum die Zukunft besser werden könnte, als viele von uns glauben.

Florence Gaub ordnet im Gespräch mit Hannelore Veit globale Entwicklungen ein, ohne in Pessimismus zu verfallen. Sie erklärt, warum Krisen oft nicht völlig überraschend kommen, sondern sich durch sogenannte „graue Nashörner“ lange vorher ankündigen. Der Krieg in der Ukraine, Spannungen im Nahen Osten und die Rolle des Iran zeigen, wie wichtig es ist, Risiken ernst zu nehmen, bevor sie eskalieren.

„Wovor haben Sie am meisten Angst?“, diese Frage würde Florence Gaub Machthabern wie Donald Trump, Wladimir Putin oder Xi Jinping gerne stellen. Denn Ängste bestimmen laut der Zukunftsforscherin die Außen- und Sicherheitspolitik maßgeblich mit.

Am Ende steht eine optimistische Botschaft: Zukunft ist kein festgeschriebener Ablauf, sie kann von uns allen, auch von Unternehmen gezielt mitgestaltet werden. Wer Selbstwirksamkeit erlebt, handelt bewusster, denkt langfristiger und kann mehr verändern, als oft angenommen wird.

Wie blickt ihr in die Zukunft? Schreibt eure Gedanken in die Kommentare und abonniert LOOKAUT für mehr Hintergrundinfos zu Geopolitik und Wirtschaft.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Für mich ist Russland eine Fake-Weltmacht.

00:00:03: Statistisch gesehen, ist ein größerer Krieg zwischen zwei Staaten einmal pro Jahrzehnt wahrscheinlich.

00:00:09: Die Iran kann die Meereseänge schließen, aber sie haben es halt noch nicht gemacht.

00:00:13: Deswegen haben alle gedacht, Sie werden's auch nie tun.

00:00:15: und deswegen Achtung!

00:00:16: Nur weil etwas bisher nie passiert ist heißt das nie, dass es nicht passieren wird.

00:00:20: Heute kommen die USA an den Verhandlungstisch mit dem Iran in der nuklearen Frage in einer schlechteren Position als vor zehn Jahren.

00:00:26: USA, China-USA Russland – das ist alles Unterspannung.

00:00:29: Und was dann passiert ist, die Konfliktlösung geht auf regionale Ebene und ich glaube da hinzuschauen.

00:00:34: Das könnte interessant sein gerade für uns Europäer, denn wir sind ja selber Ein Regionalmacht.

00:00:38: Was

00:00:38: sind wir denn nicht vorbereitet?

00:00:43: Herzlich willkommen bei Lookout heute mit einer spannenden Frau mit außergewöhnlicher Karriere!

00:00:48: Florence Gaupp ist deutsch-französischer Politikwissenschaftlerin, NATO Militärstrategien seit Jahrzehnte und zwanzig Forschungsdirektoren des NATO Defense College in Rom.

00:00:58: Sie ist Expertin für Sicherheitspolitik und Zukunftsforscherin.

00:01:02: Herzlich Willkommen Florence GAUPP.

00:01:04: Danke dass sie zu uns gekommen sind.

00:01:07: Eine Zeit, in der überall Pessimismus verbreitet wird.

00:01:10: Na Ostkrieg, Krieg in der Ukraine eine unsichere Wirtschaftslage ein amerikanischer Präsident der die Weltordnung durcheinander gewirbelt hat mit welchem Gefühl stehen Sie denn jeden Morgen auf?

00:01:22: Ich habe Arbeit

00:01:23: damit mache ich

00:01:24: auch ja.

00:01:25: also Leute wie mich werden eigentlich immer dann angerufen genau so einer Situation.

00:01:29: Zukunftsforschung hat allgemein immer einen guten Moment wenn alle bisschen verunsichert in die Zukunft schauen.

00:01:36: Aber ich bin nicht Defitist, also ich schaue nicht in die Zukunft und denke nichts davon kann man handeln.

00:01:41: Alles wird auf jeden Fall schlecht werden.

00:01:43: Ich glaube das ist auch das Wichtigste, dass man im ganzen Chaos nicht vergisst, dass es da einen Möglichkeitenraum gibt ein Spielraum wo jeder einzelne von uns Dinge beeinflussen kann.

00:01:52: Also schon klar, dass der Einzelne die einzelne jetzt nicht die Weltpolitik beeinflusst.

00:01:55: aber doch so als Kollektiv als Europäer haben wir glaube ich mehr Macht als wir denken.

00:02:00: Hat sie die Situationen, der wir uns jetzt befinden eigentlich überrascht?

00:02:04: oder haben Sie das als Zukunftsforscherin kommende gesehen?

00:02:09: Es hängt davon ab, wann in der Geschichte... Also ich habe ja für die EU-Twenty-Ninzen diesen großen Zukunftsbericht geschrieben.

00:02:15: Global Trends to Twenty-Thirty.

00:02:19: Der kam zwanzigneunzehnt raus aber er wurde veröffentlicht zu einer Zeit oder auch geschrieben zu einerzeit.

00:02:24: also wir eigentlich... Wir wussten zwar dass die Europäer mehr machen müssen in Sicherheitspolitik Aber die Dringlichkeit hat man damals einfach nicht gespürt.

00:02:34: Der Ukraine-Krieg

00:02:37: hat das ...

00:02:37: Den Tisch gelegt.

00:02:39: Wir wussten ja, die Versatzung der Krim, wir wussten theoretisch zwar wie so eine Oper langsam wurde es crescendo lauter aber wir haben's nicht richtig wahrgenommen.

00:02:48: also auch ich habe jetzt nicht gedacht.

00:02:50: Krieg in Europa wird jetzt wahrscheinlich auch wenn ich in dem Bericht geschrieben hab statistisch gesehen ist ein größerer Krieg zwischen zwei Staaten einmal pro Jahrzehnt halt wahrscheinlich.

00:02:59: dass gibt sich Statistik her.

00:03:02: Überraschung, ja sicherlich war ich genauso überrascht wie alle anderen auch wenn ich natürlich ein bisschen Erfahrungspforsprungen hatte.

00:03:11: Ich habe ja meine Karriere angefangen als Naostexpertin und tatsächlich eigentlich dieses Iran-Szenario.

00:03:17: Das nennen wir bei uns in Zukunftsforschung ein graues Renuzerus, das ist ein Ereignis von dem alle ausgehen dass es eh auf einen zukommens zugaloppelt kommt aber irgendwie geht man ihm nicht aus dem Weg.

00:03:29: Kimmerwandel ist auch so ein Beispiel.

00:03:31: und Iran ich weiß noch im Sommer im Frühjahr zwanzig neun war ich gerade neu bei der NATO hat ein Kollege von mir gesagt Er hat gesagt, diesen Sommer greifen die Israelis und die Amerikaner den Iran an.

00:03:42: Das war das Jahr Zwei-Tausen-Neun.

00:03:44: Dieses Szenario ist immer wieder durch unsere Kreise so gegeistert.

00:03:49: Wir haben immer wieder darüber nachgedacht am Ende.

00:03:51: Also wir wussten immer der Iran kann die Meereseänge schließen wenn er das will aber sie haben es halt noch nicht gemacht.

00:03:57: Deswegen haben alle gedacht, sie werden es auch nie tun.

00:04:00: Und deswegen Achtung!

00:04:01: Nur weil etwas bisher nie passiert ist, heißt das nie, dass es nicht passieren wird.

00:04:04: In vielen Analysen heißt es, dass Donald Trump sich von der israelischen Premier verleiten hat lassen dazu, dass er vielleicht im Hinterkopf Venezuela hatte mit einem Militärschlag und die Geschichte ist vorbei.

00:04:18: Sehen Sie da mehr Strategie dahinter?

00:04:21: Also ich glaube... Donald Trumps Strategie ist, das ist schon sehr ... Ich sag mal aus dem Bauch heraus.

00:04:28: Ich weiß nicht, ob er sich verleiten lasst?

00:04:30: Wir wissen ja seitdem die Welt entdeckt hat, dass Iran an einem sehr wahrscheinlich nicht nur friedlichen Nuklearenprogramm arbeitet, ist es eine Sorge, die alle umtreibt.

00:04:40: Die Israelis natürlich vorne weg aber auch die Golfstaaten, die USA und die Europäer sind kein Fan von der Idee.

00:04:45: Von daher war eigentlich immer klar, wenn die Iraner jetzt nicht freiwillig damit aufhören muss irgendjemand sie davon abhalten.

00:04:54: Es gab ja den Iran-Deal.

00:04:57: der auch eben, wo Iran sich verpflichtet hat, das zu limitieren.

00:05:01: Und die USA sind dann unter Donald Trump eins raus aus dem Iran-Deal.

00:05:05: Was heißt es?

00:05:05: Dass die Iraner weitergemacht haben.

00:05:07: Sie waren ja durch den Deal nicht mehr gebunden also... Das war eigentlich schon mal der erste Fehler in der Strategie und das heißt heute kommen die USA an den Verhandlungstisch mit dem Iran in eine nuklearen Frage in einer schlechteren Position als vor zehn Jahren weil sie eben den Deal beendet haben.

00:05:20: Also strategisch gesehen würde ich sagen ist ein Eigentor gewesen

00:05:25: Wenn wir bei Donald Trump sind, er hat die Weltordnung wirklich durcheinander gewirbelt.

00:05:31: Was ist mit den alten Regeln unserer regelbasierten Weltordnung?

00:05:34: Gibt es sie noch in Ansätzen?

00:05:38: Also ich tue mir immer ein bisschen schwer mit diesem Narrativ dass es die mal gegeben hat.

00:05:43: also ich finde nach wie vor das ist ideal und Und wir sollten es auch nicht irgendwie in die Mülltonne tun und sagen, das brauchen wir nicht.

00:05:51: Wenn wir vergleichen vor hundertfünfzig Jahren oder noch weiter vor zweihundert Jahr Wiener Kongress der erste Ansatz überhaupt mal versuchen interstaatliche Beziehungen zu regeln oder dem so eine Vorhersehbarigkeit zu geben.

00:06:01: also ist schon besser wenn man jetzt die längere historische Linse aufmacht als früher.

00:06:06: Aber ich würde doch davor warnen zu behaupten, dass wir die letzten zwanzig Jahre alles friedlich war.

00:06:11: Und plötzlich kommen die USA und haben es auf den Kopf gestellt.

00:06:14: Die Invasion des Irak zum Beispiel in dem Jahr drei wird gerne abgetan als naja das ist ja schon so lange her.

00:06:20: Es war ein eklatanter Bruch des internationalen Rechts.

00:06:23: Fahren Sie mal wie arabischen Staaten da sagen die alle Das ist nicht anders als was Putin in der Ukraine gemacht hat.

00:06:29: Es wird natürlich von uns ein bisschen anders wahrgenommen.

00:06:31: einige europäische Staaten haben auch mitgemacht.

00:06:33: also Was ich trotzdem glaube ist, gerade als Europäer sind wir in der Hinsicht immer noch der Gold-Standard und wir sollten uns weiter dafür einsetzen.

00:06:44: Wir sehen auch jedenfalls eine Regionalisierung von internationaler Kooperation.

00:06:48: Das ist nicht so, als wäre das jetzt komplett alles... Bach runtergegangen, sondern quasi ja sie haben recht global jetzt zum Beispiel USA, China-USA Russland.

00:06:56: Das ist alles unter Spannung.

00:06:59: und was dann passiert ist die Konfliktlesung geht auf regionale Ebenen und das sehen wir in Asien.

00:07:03: Das sehen wir auch in Afrika, Lateinamerika natürlich auch in Europa.

00:07:06: gleiches gilt auch für den Handel.

00:07:08: Handel hat sich stark regionalisiert eben auch durch die Zölle.

00:07:11: Haben sich alle umgedreht und geschaut okay mit wem kann man noch handeln?

00:07:13: also es ist ein bisschen durchwachsen.

00:07:16: Ich glaube nicht, dass alles so schlimm ist.

00:07:18: Wir alle sagen aber natürlich gibt es einiges zu tun.

00:07:21: Jetzt muss ich Sie als Zukunftsforscherin fragen welche geopolitischen Verschiebungen kommen denn dann auch auf uns zu?

00:07:27: Was sind wir denn nicht vorbereitet?

00:07:30: Also was für mich in meiner Arbeit interessant ist, es werden etwas in der allgemeinen Öffentlichkeit angekommen ist.

00:07:34: Dann höre ich eigentlich auch schon dazu zu arbeiten.

00:07:36: also deswegen wenn Sie jetzt mich fragen würden China oder Taiwan würde ich sagen ja das hat jetzt jeder verstanden.

00:07:41: dass kann passieren und zwar nicht Taiwan per se sondern dass die das kina eine militärische macht mit Ambitionen mit engspazialistischen ambitionen.

00:07:49: wer denn kann?

00:07:50: das kann passieren.

00:07:51: was ich aber interessant finde wo ich glaube wir noch gar nicht genau hingeschaut haben andere Akteure werden eben auf regionaler Ebene eine entscheidende Rolle spielen.

00:08:00: Das sehen wir jetzt schon.

00:08:01: Saudi-Arabien zum Beispiel, war die Plattform wo Ukraine und Russland sich begegnet sind spielt natürlich im Krieg gegen Iran auch noch eine Rolle.

00:08:09: dann denke ich mir vielleicht Brasilien was jetzt konventionell immer die Bricksstaaten genannt wird.

00:08:14: aber sie haben ein erste Linie gemeint dass sie eine wirtschaftliche und eine politische Fähigkeit haben diese halt vor dreißig vierzig Jahren sondern nicht hatten also so ganz neue Akteure in Afrika.

00:08:25: Wir schauen alle auf Nigeria, Südafrika.

00:08:29: können diese Staaten eine positive und oder negative Rolle, eine gestabilisierende oder eine stabilisierendere Wirkung haben in der Zukunft gerade wenn es im Regionale Konfliktlösung gibt?

00:08:39: ich glaube da hinzuschauen das könnte interessant sein gerade für uns Europäer weil wir sind ja selber ein Regionalmacht

00:08:45: Wenn wir von den Großmächten sprechen Die USA, einerseits China und andererseits.

00:08:51: Wo ordnen Sie Russland denn ein?

00:08:53: Russland ist ein ganz interessanter Fall in diesem Setup weil sie bewegen sich wie eine Welt macht also sie gerieren sich wie die Welt macht.

00:09:04: aber wenn man sich die Zahlen anschaut sind es eigentlich ja nicht Und von daher ist das vielleicht ganz gutes Marketing, könnte man sagen.

00:09:10: Es ist natürlich alles investiert ins Militär in diesen Expansionismus und diese unfassbare Rhetorik die uns allen sehr Angst macht.

00:09:18: Ganz viel Show also.

00:09:19: eben gerade die Beziehung China Russland, Xi Jinping und Putin beste Freunde und so... Also für mich ist Russland eine Fake-Weltmacht.

00:09:28: Sie möchten gerne eine sein.

00:09:30: viele von uns glauben auch dass sie eine sind weil sie sehr stark auf klassische Machtelemente wie Militäre sich ausruhen, aber sie sind ein Scheinriese.

00:09:39: Ich weiß nicht, ob Sie sich an die Figur aus den Kinderbuchrädern erinnern können?

00:09:42: Jim Knopf der Scheinriese war eine Figur, je näher man kam, desto kleiner wurde er.

00:09:47: Aber aus der Ferne sehr groß.

00:09:48: also ich würde sagen Russland ist ein geopolitischer Scheinrise.

00:09:51: Machen wir ein Gedanke-Experiment wenn Sie mit Donald Trump mit Präsident Xi Jinping und mit Vladimir Putin an einem Tisch sitzen würden abendessen würden was würden Sie denn drei Herren sagen?

00:10:04: Ich glaube, ich würde sie fragen eher als Ihnen was sagen.

00:10:07: Ich würde Sie fragen wovor sich eigentlich am meisten Angst haben?

00:10:10: Weil ich das Gefühl habe ganz viel von unserem auch unseren eigenen Storytelling über die Zukunft kommt aus einer Angst heraus dass wir weniger wichtig sind, dass wir überrollt werden.

00:10:21: und ich will nicht sagen es ist alles nur ein großes Missverständnis.

00:10:24: Wir müssen uns alle mal den Arm nehmen aber ich glaube Ängste bestimmen doch ganz stark die Außen- und Sicherheitspolitik Und das würde ich versuchen herauszufinden, denn wir tun uns ja ganz offensichtlich schwer Russland zu verstehen.

00:10:35: Also der große Bruch zwanzig-zweiundzwanzig war glaube ich.

00:10:39: die Überraschung kam daher dass viele einfach gedacht haben es würde Russland ja einfach nicht machen.

00:10:42: das macht keinen Sinn aber in der russischen Logik macht das irgendwie doch Sinn.

00:10:46: also ich würde sie fragen wovor Sie am meisten Angst haben und dann könnte man darüber nachdenken was machen wir jetzt mit dieser Information?

00:10:52: kann man da überhaupt irgendwas machen?

00:10:54: vielleicht nicht aber vielleicht ja.

00:10:55: doch.

00:10:56: Reden wir ganz kurz über Österreich.

00:10:58: Haben wir in Österreich mit unserer Neutralität die Scheulklappen an?

00:11:03: Ich glaube nicht, also Scheulklappen würde ich es nicht nennen.

00:11:06: Ich finde österreichische Neutralitäten immer sehr spannend weil sie ist ja anders als jetzt Schweizer Neutralitet oder die finnische Neutralität oder die schwedische Form NATO beitreten.

00:11:19: Österreich dadurch, dass das Teil der EU ist und auch durch seine Lage auf der Landkarte schon ein Gefühl dafür hat was eigentlich so passiert auf der Welt oder wo es sich positioniert.

00:11:29: Ich habe ja auch zehn Jahre in der EU gearbeitet.

00:11:31: da hab ich auch mitbekommen wie aktiv Österreich war gerade in Außen- und Sicherheitspolitik darin die Agenda mitzusetzen und zu bestimmen.

00:11:40: Ich denke aber wenn es um Sicherheitspolitik geht, ja da gibt das ich würde es nicht Scheuklappen nennen.

00:11:44: Aber da gibt es glaube ich schon so ein bisschen einen Wunschdenken.

00:11:48: man ist ja neutral, man ist nicht in der NATO also wird uns auch nichts passieren und die ersten zwei Sachen stimmen.

00:11:55: aber dass die Schlussfolgerung ist glaube ich nicht unbedingt richtig bzw macht sie am Ende dann verwundbar eben deshalb für einen Angriff, weil sie gar nichts darüber nachgedacht haben wie man sich schützen kann.

00:12:07: Sollte

00:12:07: sich Österreich besser vorbereiten?

00:12:08: Genau.

00:12:09: also die kurze Antwort wäre natürlich ich sage das aus der Position von hier und der nicht in Österreich lebt er ist aber ja.

00:12:16: ich denke es gibt auch ein tolles Buch von Franz-Stefan Gardi dazu.

00:12:20: Man muss sich mit diesen bösen Szenarien auseinandersetzen damit sie nicht passieren.

00:12:23: und ja Österreich muss auch investieren und dann Österreichs zwar neutral

00:12:30: Österreich ist Teil der EU.

00:12:31: Wie stark ist denn die EU Beistandspflicht?

00:12:33: Es ist ganz interessant, weil natürlich der Artikel forty-seven des Lissabona Vertrags vergleichbar mit dem Artikel fünf des Nordatlantischen Vertrages und das ist ganz spannend, weil wir erst jetzt drüber nachdenken Wie würde man den eigentlich aktivieren?

00:12:50: Also in der NATO ist es klar, da trefft sich der Neutatlandsche Rat und gemeinsam bestimmt er dann dass der Artikel fünf da ist.

00:12:56: Ist das jetzt beim Artikel forty-seven gar nicht klar?

00:12:59: Würde Österreich irgendwo anrufen sagen ich will den jetzt haben oder würden sich alle zusammensetzen?

00:13:04: also das wird jetzt gerade erst mal zu Ende gedacht.

00:13:06: aber natürlich hat Österreich durch diese Klausel einen quasi gleich starken Schutz wie wenn das in der Nato wäre Also ohne die USA, aber von den anderen Europäern.

00:13:17: Manche sagen sogar stärker als die NATO-Klausel?

00:13:20: Es ist nicht ganz so im Konjunktiv geschrieben wie die NATO Klausel.

00:13:23: Die NATO- Klauseln sind tatsächlich sehr waagegeschrieben also nicht so stark dass man... das ist kein Automatismus, es wird gerne so dargestellt.

00:13:31: Das stimmt aber nicht!

00:13:32: Aber ja der .IVII muss da schon ein bisschen stärker.

00:13:35: reden wir ein bisschen über die Wirtschaft.

00:13:38: Die globale Situation wirkt sich auf die Wirtschaft aus, Lieferketten, die nicht mehr funktionieren.

00:13:43: Gestiegene Ölpreise gestiegene Gaspreise, Energiekosten an sich, Energieknabheit – welche Verantwortung hat denn die Wirtschaft haben?

00:13:52: Die Unternehmen in dieser Situation?

00:13:55: Das ist natürlich alles entscheidend!

00:13:56: Also kein Staat kann funktionieren ohne eine starke Verteidigung und ohne Wirtschaft.

00:14:02: Und die zwei Hängnern... Ja, ein Stück weit auch zusammen.

00:14:05: Aber wenn man jetzt grand-shot also in die längere Zukunft so zwanzig fünf, dreißig oder sogar zwanzivfünfzig wir sind in einer entscheidenden Phase des Umbruchs sowohl wirtschaftlich als auch militärisch und die Wirtschaft ist natürlich... Also sie haben gerade Lieferketten angesprochen.

00:14:18: es geht natürlich um das haben ja auch in der Pandemie gelernt dass es vielleicht nicht so gut ist dass man bestimmte kritische Güter jetzt einfach von überall aus der Welt bestellt nur weil sie dann billiger sind.

00:14:28: also da ist eine geopolitische Komponent.

00:14:29: Es gibt auch ne Klimawandelkomponente.

00:14:31: einfach Wege nicht mehr alle so sicher sein werden, wie vorher gerade die Mehr-Engen von Malacca zum Beispiel.

00:14:37: Da sagt man durch den Klimaanweggel werden Stürme der vielwahrscheinliche.

00:14:40: also da gibt es einiges.

00:14:41: und dann natürlich was für eine Wirtschaft über das wir in Europa reden.

00:14:46: Und Draghi hat es ja in seinem Bericht auch ganz deutlich gemacht Wir müssen investieren, wir müssen innovativer sein.

00:14:52: Wir haben jetzt eine andere Bevölkerung usw.

00:14:54: und KI kommt dazu.

00:14:56: Ich würde sagen, es passiert wahnsinnig viel.

00:14:57: Aber ich glaube auch, dass das wahnsinnigt spannend ist.

00:15:00: Die Wirtschaft sind genau der gleichen Situation in der wir jetzt gerade sind in der Verteidigungspolitik.

00:15:05: Es muss viel passieren damit wir in fünf Jahren sagen können okay, jetzt fühlen wir uns besser was die Zukunft hat.

00:15:09: Wie

00:15:09: können Unternehmen das mitgestalten?

00:15:12: Also es hängt natürlich von der Größe des Unternehmens ab.

00:15:13: Klar, die Größe sind, dass sie mehr Einfluss haben.

00:15:17: Das Wichtigste ist überhaupt ein Gefühl dafür zu haben, dass man nach vorne schaut.

00:15:20: Es hängt von den Unternehmen ab.

00:15:22: viele Unternehmen denken gar nicht über die Zukunft nach sondern... Wir haben Quartalsberichter, Jahresberichte und machen einfach immer weiter.

00:15:29: Aber man muss natürlich länger in die Zukunft schauen.

00:15:31: und eigentlich das Lustige ist... Wir haben ja alle das Gefühl, die Zeit rennt immer schneller.

00:15:35: Je schneller sie rennt, desto länger muss man in die Zukunft schauen.

00:15:38: eben deshalb weil man so ein bisschen kurzsichtig oder narsichtig eigentlich weitsichtig wird und dann aus der Nähe nicht mehr so sieht dass ich würde sagen immer mindestens einmal im Jahr einen Vorausschau-Prozess haben sich mal hinsetzen und sagen was sind Annahmen von denen wir ausgehen?

00:15:51: Was ist ein riesiges Risiko aber eine Lehrstelle die wir total unbeachtet gelassen haben und da muss man die behandeln.

00:15:58: und dann was sind vor allem für Opportunities Chancen, die wir noch ungenutzt gelassen haben.

00:16:03: Also ich würde sagen immer erst mal damit anfangen und natürlich immer im Austausch auch mit der Regierung, mit den anderen Unternehmen.

00:16:10: Natürlich klar die Kraft ist auch in der Masse.

00:16:13: also da gibt es unheimlich viel Spielraum für die Unternehmen.

00:16:16: viele nutzen's schon aber viele eben auch nicht.

00:16:19: Sie sind auch Zukunftsforscherin.

00:16:21: sprechen wir mal über diesen Bereich noch kurz.

00:16:23: sie haben schon gesagt sie fangen mit ihrer Arbeit da an wo andere aufhören quasi wenn andere dran sind, dass sie im Kopf haben dann sehen Sie schon wieder woanders.

00:16:32: Wie kann man sich ihre tägliche Arbeit vorstellen?

00:16:35: Lesen lesen und reden reden aber in erster Linie ist es eine ewige Suche nach Informationen, nach neuen Informationen und dafür.

00:16:47: also wir suchen ja eigentlich als Zukunftsforsch immer den frisch geschlüpften Trend oder irgendwas, was ganz neu auf dem Markt ist sozusagen und die sogenannten Week Signals.

00:16:57: Also wie so ein kleines Signal, das man langsam hört.

00:17:01: Und wo findet man die?

00:17:03: Die findet man in Wissenschaftsmagazinen, auf Konferenzen, manchmal auch im Online-Fohren überall da, wo Innovation stattfindet.

00:17:09: Eigentlich bin ich eine Innovationsforscher.

00:17:12: Ich suche nach allem, was neu ist Und vieles davon ist einfach wie so ein Radar.

00:17:16: Einfach scanen, schauen was es mit der Zeit ist und nicht so dass ich da plötzlich sage jetzt habe ich aber etwas ganz tolles entdeckt.

00:17:22: das kann passieren aber meistens ist es bisschen so armeißend arbeiten wenn man so mühsam alles zusammen tut.

00:17:28: Daraus bauen wir dann Szenarien, dadurch bauen wir da irgendwelche anderen Produkte und Reports für die Zukunft.

00:17:35: Aber ich bin natürlich auch Managerin eines Teams, das heißt ein Teil meiner Arbeit ist total uninteressant für

00:17:39: die Öffentlichkeit,

00:17:41: Sitzung mit der Finanzabteilung, Setzung mit der Personalabteilungen usw.

00:17:45: Und natürlich sind wir ganz oft im NATO-Hobquat hier in den Ministerien der Mitgliedsstaaten und Briefen also Informationen beschaffen und dann weitergeben.

00:17:52: im Wesentlichen

00:17:53: In ihrem aktuellen Buch Szenario, die Zukunft steht auf dem Spiel.

00:17:57: Laden Sie die Leserinnen ein, selbst Entscheidungen zu treffen?

00:18:03: Laden sie einen außenpolitischen Entscheidungen für sich selbst?

00:18:07: Wie wichtig ist denn dieses Gefühl?

00:18:08: oder warum ist das Gefühl der Selbstwirksamkeit für so viele Menschen so wichtig?

00:18:15: Optimismus-Pessimismus wird ja oft gern verstanden als Aussagen über die Zukunft.

00:18:20: Es sind aber keine Aussagen wie Zukunft Sondern es ist ein Aussagen über ihre Selbstweksamkeit.

00:18:24: Also wie positiv Sie über eine gewisse Zukunft denken oder wie optimistisch sie sind, hängt davon ab, wie sehr Sie denken das Sie Einfluss darauf haben?

00:18:31: Wenn ich Sie jetzt frage, wie optimstisch sind Sie für die eigene Zukunft dann würden Sie sagen ja passt schon und für Europa schon weniger.

00:18:38: Naja ist ja logisch Ihre eigenen Zukunft beeinflussen Sie stärker als die von Europa Selbstwirksamkeit, also man geht davon aus.

00:18:44: Wenn Sie sich die Frage stellen das habe ich in meinem ersten Buch Zukunft studiert die Frage Warum hat der Mensch diese Fähigkeit überhaupt sich die Zukunft vorzustellen?

00:18:53: Wir sind ja das einzige Wesen auf der Welt dass es hart um in die Handlung zu kommen Also damit man was damit tut.

00:18:59: Und ich glaube, der Mensch ist ein Wesen, das sich durch die Handlung selber definiert und was machen möchte oder gestalten möchte.

00:19:08: und deswegen ohne Selbstwirksamkeit sind sie eigentlich depressiv, fallen in so einer Nichthandlung und deswegen fühlen wir uns dann schlecht.

00:19:15: Selbstwirksamkeit gibt ja auch diesen lustigen Spruch – Wir sind gar nicht Homo sapiens!

00:19:20: Homo Prospektus, weil wir dauernd über die Zukunft nachdenken.

00:19:23: Aber am Ende um damit Entscheidungen zu treffen und ganz viele der Entscheidungen sind banal.

00:19:27: Was ziehe ich heute an?

00:19:28: Wo fahre ich in den Urlaub?

00:19:29: aber im Ende ist es doch dieser frei Wille, der uns zudem macht was für Sinn.

00:19:33: Wie viel kann man denn als einzelner Mensch tatsächlich beitragen?

00:19:37: wie mit welchen kleinen Handlungen, die ich selbst setzen kann, kann nicht das tun?

00:19:43: Viel mehr als sie denken?

00:19:44: also ich höre das oft dass die Leute sagen aber ich kann ja keine Außenpolitik bestimmen und das stimmt zwar auf einer In einer gewissen Hinsicht, wir können nicht Putin anrufen und sagen, jetzt haben wir auch damit.

00:19:54: Aber auf der anderen Seite wenn Sie vergleichen mit Leuten in anderen Ländern sie können wählen, sie können ihre Meinung veräußern, sie kann die Konsumverhalten verändern, sie könnte demonstrieren gehen, sie könnt ihrem Abgeordneten schreiben... fragen sie mal eine Person im Jemen oder in Ghana, wie die das finden.

00:20:12: Was?

00:20:12: Wie die ihre Außenpolitik beeinflussen können.

00:20:14: also natürlich ist es nicht absolut aber jeder einzelne kann doch was beitragen.

00:20:18: und dann eine Empfehlung, die ich immer habe Es bringt nichts für die eigene mentale Gesundheit sich die großen Probleme alle anzuziehen zu denken okay Ich muss Klimawandel lösen und Krieg usw.

00:20:29: Suchen Sie sich einen Aspekt davon aus der sie besonders umtreibt und dann handeln sie in Bezug auf den.

00:20:34: Also wenn Sie jetzt Angst vor Klimawandel haben, dann schauen sie mal was ist in Ihrem Stadtteil?

00:20:38: In Ihrer Stadt?

00:20:39: gibt es da irgendwas, was Sie tun können?

00:20:41: oder wenn es im Außenpolitik geht weiß ich nicht, wenn die Ukraine oder Gaza Ihnen besonders im Herzen liegt engagieren Sie sich da wie Sam Studi und zeigen Engagement ist, was sie danach sich besser fühlen lässt.

00:20:51: Sie selbst sind persönliche Science-Fiction-Fan.

00:20:56: Sie sagen auch, Sie lassen sich davon inspirieren.

00:20:58: Wie, was lernen Sie daraus?

00:21:00: Was lernen Sie draus für Ihre Arbeit?

00:21:02: Science-Fiction ist ja ähnlich wie Fantasy, aber mit einem wissenschaftlichen Anspruch ist der Bruch mit der Realität.

00:21:09: Also die Welt mal für etwas wahrnehmen was sie nicht isst, aber dadurch geht man in den Möglichkeitenraum und schaut dann was könnte denn noch alles sein?

00:21:19: Und das ist natürlich für die Zukunftsforschung total entscheidend weil nur so schauen Sie wir sind ja alle immer auf so ein Business as usual.

00:21:27: Also wir gehen ja davon aus, es wird alles mehr oder weniger gleich bleiben.

00:21:30: Was ja auch stimmt vieles bleibt einfach auch gleich.

00:21:33: aber die Überraschung die wohnt doch dann eher im toten Winkel.

00:21:35: und um in den toten Winkl reinzukommen um über das nachzudenken was sich vielleicht eben diese Weeksignals was ich gerade abseits der Wahrnehmungen tut braucht man besonders kreative Outlets und Science Fiction ist natürlich da ganz toll.

00:21:47: wenn sie sich Raumschiff Enterprise heute anschauen dann werden Sie sehen was da alles schon vorkommt was es heute für uns normal ist Computer iPads grade Technologie Aber eben auch andere Sachen, mentale Gesundheit.

00:21:58: Also ich finde es ein sehr kreatives und interessantes und inspirierendes Feld.

00:22:03: Sie sprechen auch viel vom Cassandra Effekt Sprich wir sind von schlechten Nachrichten umgeben.

00:22:10: in unserer Welt versuchen die zum Teil zu verdrängen oder abzublotten.

00:22:15: Was würden welche Botschaft würden sie den Medien denn geben?

00:22:18: Ja das ist interessant weil Ich arbeite auch gerade zu einem Artikel zum Thema Ende der NATO.

00:22:25: und warum wird das immer wieder so hochgekocht?

00:22:28: Und da kommen wir zum Schluss, dass also der Mensch hat ein Negativität-Bias.

00:22:34: Also bei Nachrichten werden wir es jetzt nicht nur die Schuld der Medien, sondern es hat natürlich auch etwas mit den Abnehmern zu tun wie unsere Aufmerksamkeit geht eher in Negativitäten.

00:22:44: Das hat wahrscheinlich eine Schutzfunktion.

00:22:46: Jetzt merken wir aber auch, dass die Demokratie geht einher mit einem Negativitätsbeiß.

00:22:51: Also in der Demokratie diese Ständige sich auseinandersetzen ist anstrengend und wird auch als negativ wahrgenommen.

00:22:58: Und jetzt haben wir durch dieses Internet und auch durch Populismus und so haben wir das Ganze in Ungleich größer als früher.

00:23:05: Das heißt, die Menschen sind noch viel mehr Negativität ausgesetzt als vor vierzig Jahren.

00:23:12: Es gibt natürlich so erste Tendenzen positive Botschaften, also zum Beispiel auf Instagram.

00:23:18: Ich folge da einigen Accounts die dann auch gute Nachrichten empfehle ich übrigens sehr krieg man sehr gute Laune anfangen.

00:23:24: heute Morgen habe ich gelesen das in den Amsterdam gibt es jetzt.

00:23:29: in Kanälen sind jetzt kleine Treppen damit.

00:23:31: Igel die reingefallen sind können dann Nacht wieder rauskriegen.

00:23:33: Da kriegt man gute Launen ja?

00:23:34: Das hat nicht die Welt verändert aber ich kriege trotzdem gute Launa.

00:23:37: Aber ich glaube, der Trick ist vor allem dass man am Ende mit einem konkreten... nicht unbedingt eine Handlungsanweisung, aber doch mit etwas konkreten oder relativierenden einhergeht.

00:23:49: Also nicht nur die sensationelle schlechte Nachricht sondern auch in die Tiefe.

00:23:52: ich sage immer lesen lieber die langen Nachrichten als die kurzen Leitartikel.

00:23:56: irgendwas was in die tiefe geht wird am ende mehr wert haben als einfach nur diese ja diese News.

00:24:01: Brösel wo seit man sagt jetzt krass das passiert

00:24:03: Das Rätchen dass sich ständig weitertreten

00:24:05: und nicht wirklich

00:24:06: Inhalt drinnen ist.

00:24:07: Und

00:24:08: das sind quasi ihre Tipps für Social Media.

00:24:10: Und

00:24:12: wenn man merkt, ich krieg schlechte Laune dann vielleicht nicht mehr folgen.

00:24:16: Ganz einfach eigentlich und doch so schwer!

00:24:20: Sie haben vor einem Jahr in einer Keynote an der Elbphilharmonie in Hamburg gesagt oder sie unter den Titel gestellt warum die Zukunft besser wird als wir denken?

00:24:30: Warum?

00:24:32: Also auch hier wieder der Negativität weiß... Ich weiß nicht.

00:24:34: kennen Sie das Buch Factfulness von Hans Rosling?

00:24:38: da beweist er eben dass wir ständig unterschätzen, wie positiv die Welt sich eigentlich verändert hat in den letzten, ja, fünfzig oder hundert Jahren.

00:24:48: Wenn man jetzt Leute befragt was denken sie?

00:24:50: Wie viele Mädchen auf der Welt gehen zur Schule?

00:24:52: Wie hoch ist Kindersterblichkeit und so weiter... Die Leute überschätzen immer das negative und unterschetzen das positive.

00:25:00: Es gibt durchaus Grund zu der Annahme, dass es das wichtigste Teil ist wenn wir uns weiter reinhängen.

00:25:07: Ich glaube die Welt würde sich wünschen, dass das einfach von alleine immer alles besser wird.

00:25:11: aber es wird besser weil wir uns dafür engagieren und daran arbeiten.

00:25:15: Wenn wir das weiter tun haben wir natürlich eine gute Chance, wenn ich mit grauen Haaren im Rollstuhl oder im Schaukelstuhlsitze keinen Alzheimer habe und dass ich immer noch aktiv am Leben teilnehmen kann.

00:25:26: Und das ist nicht kein Krieg gibt, also da gibt es.

00:25:30: diese Möglichkeiten stehen alle im Raum.

00:25:32: aber jetzt sind wir mit dem Thema Selbstwirksamkeit.

00:25:35: Menschen wollen auch nicht immer selbst wirksam sein sie wollen auch Nicht immer Verantwortung haben für die Zukunft und deswegen ist es absurderweise ein psychologischer Kniff Cassandra sich aus der Sache komplett rauszunehmen zu sagen okay Es wird einfach alles schlecht dann muss Ich nämlich gar nichts machen.

00:25:49: Also Deswegen Ist es Am Ende komme ich immer bei der Eigenverantwortung raus für die Zukunft.

00:25:54: Sie kann durchaus gut werden, nicht perfekt aber sie kann gut werden wenn wir uns dafür engagieren.

00:25:59: Vielen Dank Florence Gaupp für diesen doch sehr optimistischen Blick in die Zukunft!

00:26:03: Danke schön!

00:26:05: Mit welchem Gefühl blicken Sie in die zukunft liebes Publikum?

00:26:08: Teilen Sie uns doch Ihre Gedanken mit in den Kommentaren.

00:26:12: Wenn Sie unseren Kanal abonnieren freue Ich mich und auch wenn Sie das nächste Mal wieder dabei sind bis dann.

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