Krieg, Inflation, Zinsen: Was bedeutet das für die Märkte? Börsenexpertin Monika Rosen analysiert

Shownotes

Kriege im Iran und in der Ukraine, Inflation, ein erratisch agierender US-Präsident, Chinas Vormachtstellung – Wie wirken sich geopolitische Entwicklungen auf die Finanzmärkte aus? Zwischen Krisen, KI-Boom und steigenden Zinsen verändert sich das Investitionsumfeld rasant. Doch welche Entwicklungen sind für Anleger wirklich entscheidend? Börsenexpertin Monika Rosen gibt in dieser LOOKAUT-Videopodcastfolge Antworten.

Monika Rosen analysiert zu Gast bei Hannelore Veit die wichtigsten Trends an den internationalen Finanzmärkten und ordnet ein, welche Auswirkungen Konflikte im Nahen Osten, der Ukraine-Krieg und die zunehmenden geopolitischen Spannungen auf Börsen, Inflation und Geldpolitik haben. Außerdem geht sie auf den spektakulären Börsengang von SpaceX, den Hype rund um KI-Unternehmen sowie die Rolle von Gold, Öl und dem US-Dollar als Leitwährung ein.

Darüber hinaus beleuchtet Rosen die Unterschiede zwischen den amerikanischen und europäischen Kapitalmärkten. Sie erklärt, warum Europa im internationalen Wettbewerb unter Druck steht und welche Chancen dennoch bestehen.

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00:00:00: Die Musik spielt in Asien und den USA.

00:00:04: In diesem Zweikampf entscheidet sich irgendwo dieses Rennen.

00:00:08: Europa muss heute jetzt schauen, richtig dass wir da nicht ganz untergehen und nicht ganz an die Wand gedrückt werden.

00:00:15: Wir sind das Silikonweile der Regulierung.

00:00:17: Hat

00:00:18: Donald Trump Angst vor den Märkten?

00:00:20: Na

00:00:20: Angst hat er nicht!

00:00:21: Aber wenn die Aktien fallen dann reagiert er.

00:00:27: Bei jeder Gelegenheit sagt er, das hat er super gemacht und deshalb steigt der Markt.

00:00:31: bestimmt oder nicht ist ja dann nicht so wichtig aber er schaut dorthin.

00:00:35: das ist für ihn auch ein Gradmesser seines persönlichen Erfolges.

00:00:39: Das

00:00:40: bringt mich zu einer Frage die ein bisschen abseits ist wie rational sind denn Entscheidungen der Märkte?

00:00:48: Heute geht es ums Geld, um Finanzmärkte und die geopolitischen Turbulenzen.

00:00:53: Wie wirken sie sich aus?

00:00:54: Was ist zu erwarten?

00:00:56: Herzlich willkommen bei Lookout!

00:00:58: Zu Gast ist die Frau, um die sich die Medien als Börsen-Expertin reißen – nicht zuletzt weil sie die Gabe hat komplizierte Dinge verständlich darzustellen.

00:01:07: Herzlich Willkommen Monika Rosen!

00:01:09: Vielen

00:01:10: herzlichen Dank für die Einladung und das sehr liebe Vorstellung, Herr Nelehrer.

00:01:13: Jahrzehnte lang die Chefanalystin der Bank Austria Kinotspeakerin, begehrte Kinotsspeakerin und Vizepräsident in der österreichisch-amerikanischen Gesellschaft.

00:01:24: Wo wir beide gemeinsam diese Funktion haben.

00:01:27: Beginnen wir mit einem der spektakulärsten Börsegänge überhaupt.

00:01:31: SpaceX ist am zwölften Juni an die Börsen gegangen.

00:01:34: Elon Musk ist Zeit her Billionär kann sich der erste Billionäre der Welt nennen.

00:01:40: Einige andere Tech-Unternehmen, KI Unternehmen haben ebenfalls vor an die Börse zu gehen.

00:01:46: Wie ist es denn gelaufen seither?

00:01:48: Ist mehr als ein Hype da dahinter!

00:01:52: Also wie immer ist die Wahrheit eine Tochter der Zeit.

00:01:56: Der erste Tag und der erste Go von SpaceX war wirklich fulminant, deutlich über den Erwartungenaktie ist nach oben geschossen Dann aber hat die Schwerkraft doch eingesetzt.

00:02:12: Es kam zu einer relativ deutlichen Korrektur, zeitweise unter den ersten Notiz gefallen also unter dem ersten Kurs der festgestellt wurde.

00:02:25: Das war schon eine psychologisch wichtige Marke, dass das völlig ins All entschwebt.

00:02:32: Diese Aktie dem scheint nicht so zu sein.

00:02:36: War sie zu hoch bewertet?

00:02:38: Das ist eigentlich nicht zu beantworten, denn erstens macht das Unternehmen keine Gewinne und zweitens einmal.

00:02:45: Das Thema Weltraum ist natürlich ein riesiges und ein Zukunftsthema allein schon in Bezug auf Sicherheit, Verteidigung, Stichwort Golden Dome.

00:02:57: also da wird sich sehr viel natürlich in den Weltraum verlagern.

00:03:02: gleichzeitig ist aber vom Anleger der Anleerinnen verlangt hier einen Zeithorizont zu haben, nicht in Jahren sondern vielleicht in Jahrzehnten.

00:03:13: Das haben die Menschen in Wirklichkeit nicht.

00:03:17: Nicht selten, sondern nicht!

00:03:19: Würdest du es als Euphoriemoment bezeichnen?

00:03:23: Ja, würde ich ja.

00:03:23: Sind

00:03:24: die Fundamentals da?

00:03:25: Die fundamentalen... Bedingungen?

00:03:29: Ja, natürlich sind die da.

00:03:30: Weil noch einmal der Weltraum ist ein riesiges Zukunftsthema.

00:03:35: Das überhaupt gar keine Frage!

00:03:36: Die Frage ist nur mit wie viel Kapital und mit wieviel Vorschuss Lorbeeren stattet der Markt jetzt dieses SpaceX aus und wann wollen die Anleger dann eventuell auch eine Rendite sehen.

00:03:52: Und das wird deutlich schwer zu liefern sein.

00:03:56: Trotzdem, einige andere Unternehmen wollen den Gang an die Börse auch machen.

00:04:00: Tech-Unternehmen Ansropik oder OpenAI?

00:04:04: Wie schaut es da aus?

00:04:05: Also OpenAI gibt schon erste Gerüchte, dass sie das möglicherweise auf nächstes Jahr verschieben könnten.

00:04:11: also offenbar nachdem das keine Einbahnstraße nach oben war kommen da jetzt erste Zweifel.

00:04:21: Es gilt dasselbe, weil am Ende des Tages positioniert sich ja auch SpaceX irgendwo als KI-Unternehmer.

00:04:30: Sie wollen ja Datencenter, Rechenzentren im All errichten.

00:04:35: Das ist auch zukunftsweise und jetzt müssen wir es mal da auf der Erde bauen.

00:04:43: Wie viel Anlauf geben die Anleger all diesen Unternehmen bis sie dafür auch effektiv etwas haben wollen?

00:04:52: Das kann schon sein, dass sich das in der Zukunft als Mega-Geschäft erweist.

00:04:57: Aber so einen langen Atem haben Investoren dann doch nicht!

00:05:02: Ja, aber sie haben sich trotzdem gerissen um die Aktion.

00:05:05: Ja natürlich und er hat ja also Musk hat auch nicht umsonst einen höheren Anteil als üblich für Privatanleger reserviert.

00:05:15: Also er hat offenbar schon ein bisschen geliebeugelt mit dem Gedanken dass seine Fan-Gemeinde da jetzt zugreift Und den war auch offensichtlich so.

00:05:24: Du hast gesprochen von Rechenzentren, Datenzentren.

00:05:28: Wie weit spielten die Geopolitik in diesem ganzen Komplex eine Rolle?

00:05:32: Eine riesige, also SpaceX wieder Starlink ist der einzige profitable Geschäftszweig im Stichwort Satellitenkommunikation und natürlich letztlich auch Satellitensüberwachung.

00:05:46: Auf der einen Seite sind diese ganzen geopolitischen Konflikte natürlich abgesehen von der menschlichen Dimension die furchtbar ist eine ständige Eskalationsbedrohung sage ich einmal, die dann irgendwann sich natürlich an den Märkten widerspielen würde.

00:06:06: Bis jetzt tut sie das kaum aber das kann sich ändern.

00:06:11: und auf der anderen Seite – das ist jetzt auch zynisch – ist aber natürlich auch wahr, ist all das natürlich ein Geschäft.

00:06:20: Das sind also einerseits dieser Anstieg der Rüstungsaktien Die Frage, was ist eben wie gesagt mit Einsatz von KI in bewaffneten Konflikten, Satellitenüberwachung – all diese Themen.

00:06:37: Das spielt hier sehr stark herein und ist aber gleichzeitig natürlich auch ein Gebiet so furchtbar.

00:06:44: das ist für dass jetzt massiv Ressourcen bereitgestellt werden oder werden müssen?

00:06:51: Ja, an Krieg mit dem Konflikt in Golf ist auch Energie zu einem riesen Thema geworden.

00:07:00: Wie wirkt sich das denn auf die Märkte aus?

00:07:04: Ja, also der Ölpreis war jetzt irgendwo der Joker im ersten Halbjahr.

00:07:11: Ich sage bewusst Joker und nicht Spielverderber denn erstens einmal für das was passiert ist Schließung der Straße von Hormuz.

00:07:20: Das galt ja immer als der Super Gau War.

00:07:24: da anstieg zwar markant aber doch noch im Rahmen.

00:07:27: Also wir sind nie Ich glaube, über die Hundertzwanzig oder so im Ölpreis Dollar je Fass hinausgekommen also von Hundertfünfzig zweihundert wie auch vom Iran angekündigt waren wir jemals weit entfernt.

00:07:44: Und das heißt, die Märkte haben – und das war ja eigentlich die große Überraschung im ersten Halbjahr auf diese Gemengelage sehr ruhig reagiert.

00:07:54: Also man hätte wirklich erwarten können dass hier eine deutliche Korrektur einsetzt, notabene nach den letzten drei Jahren, die so super gelaufen sind.

00:08:04: Ja?

00:08:05: Und dem war eben nicht so... also die Märkte haben das irgendwo Eingeordnet sind davon ausgegangen, dass das beherrschbar bleibt.

00:08:15: Dass letztlich hier eine Lösung gefunden wird.

00:08:18: Dem war auch offensichtlich so.

00:08:20: es beginnt jetzt ein bisschen diese Effect-Finding-Mission warum dieser Ölpreis nicht mehr gestiegen ist.

00:08:27: China hat sehr viel weniger gekauft Es gab sehr viel Öl auf See Sanktionen gegen Russland und auch gegen den Iran selbst wurden teilweise, wenn auch temporär aufgehoben.

00:08:41: Also es gab verschiedene Punkte die hier unterstützt haben so dass das alles im Rahmen geblieben ist.

00:08:46: aber das ist letztlich die Botschaft Die Märkte hätten hier viel mehr einknicken können und haben das nicht getan.

00:08:54: Das bringt mich zu einer Frage die ein bisschen abseits ist Wie rational sind denn Entscheidungen der Märkte?

00:08:59: Die Märkte sind am Ende durchaus rational, ja auch wieder hier.

00:09:05: Letztlich und auch das ist zynisch ich weiß es ist aber so wurden wirtschaftliche Interessen geschont und nicht kompromittiert.

00:09:14: der Fallout die negative Konsequenzen dieser Schließung der Straße von Hormuz haben sich in Grenzen gehalten.

00:09:23: Ölpreis ist gestiegen, aber nicht eskaliert.

00:09:27: Die Märkte haben das

00:09:29: reflektiert.".

00:09:30: Also am Ende setzt sich hier schon die fundamentale Datenlage durch, wenn ich es vielleicht einmal so sage wie rational der Mensch immer in seinen individuellen Entscheidungen ist – das ist eine andere Frage!

00:09:46: Aber wir leben ja in einer Aufregungskultur und diese kollektive Aufregungen ist quasi punktuell.

00:09:52: Und dann setzen sich die Grundlagen wieder durch, die wirtschaftlichen Grundlagen.

00:09:57: Das stimmt!

00:09:58: Also im Moment natürlich geht es nach unten oder reagiert der Markt, wenn auch kurzfristig auf solche Sachen oder solche Ereignisse... Aber wie du richtig sagst, all along blickt man dann wirklich auf die Fundamentalldaten was sind die konkreten Auswirkungen?

00:10:15: und das wird eingepreist.

00:10:19: Dann gibt es aber immer wieder Situationen wo man hinterher nicht hundertprozentig sagen kann warum, wo die Stimmung kippt.

00:10:28: auch dass gibt es und das ist oft begründbar aber nicht immer.

00:10:35: Wir haben gesprochen über Iran und die Straße von Hormuz, der Ukrainer Krieg.

00:10:40: Wie wirkt sich der aus?

00:10:42: Profitiert Russland?

00:10:43: wie profitiert Russ land?

00:10:46: Am Anfang hat so ausgeschaut dass Russland hier eigentlich relativ gut durchkommt.

00:10:53: sie Profitieren allerdings immer weniger.

00:10:57: Die Sanktionen aller Long wirken sehr wohl, der gestiegene Ölpreis hat ihnen jetzt wohl geholfen.

00:11:05: Allerdings greift die Ukraine ja mit großer Wirkung ihre Ölexporthefe an und von daher Sie.

00:11:20: Russland haben zwar vom gestiegenen Ölpreis profitiert, konnten aber die Förderung nicht wirklich markant anheben und von daher hat das nur begrenzt durchgeschlagen.

00:11:32: In den letzten Tagen ist der Ölpres massiv nach unten gegangen also insofern hat sich das doch relativiert.

00:11:41: Inflation wahrscheinlich deutlich höher als offiziell zugegeben hohe Zinsen, hohe Abhängigkeit von China.

00:11:50: Also sie zahlen schon einen ökonomischen Preis.

00:11:54: Wie wirkt sich dann diese gesamte geopolitische Situation so wie Sie sich jetzt darstellt auf Österreich und auf österreichische Unternehmen aus auch in Bezug auf Märktefall?

00:12:09: Der Aktienmarkt in Österreich ist natürlich ein sehr kleiner.

00:12:13: Selbst für europäische Verhältnisse stehen wir da nicht in der vordersten Reihe, das muss man ganz klar sagen.

00:12:21: aber wir haben durchaus Unternehmen die schon von einem Wiederaufbau in der Ukraine profitieren können und das ist etwas dass ich bei einem Panel vor einiger Zeit gelernt habe.

00:12:36: Wir haben immer so die Vorstellung Wenn der Krieg aus ist, beginnt der Wiederaufbau.

00:12:42: Die Veranstaltung ist falsch.

00:12:44: Der Wiederaufbauen beginnt sozusagen mit dem ersten Kriegs-Tag denn Sie müssen dort ja permanent wieder was aufbauen und von daher auch das ist sozusagen hier jetzt eine ständige Situation die allerdings noch einmal sehr zönisch es ist aber so auch eine Chance darstellt.

00:13:07: Österreich kann sich diesem, was jetzt die Konjunktur betrifft dieser Gesamtsituation natürlich nicht entziehen.

00:13:14: Wir sind auch in hohem Maße von importierter Energie abhängig so wie Deutschland und wie Europa insgesamt.

00:13:22: wir sind im Zinsgefüge der EZB selbstverständlich drinnen im Euro.

00:13:28: mit dem gestiegenen Dollar und wie jetzt der Ölpreis gestiegen ist während des Irankriegs wurde Öl aus Sicht der Europäer, der Euro-Zonen-Bewohner und Bewohnerinnen entsprechend teurer.

00:13:43: Also diese Dinge gelten für uns alle schon.

00:13:48: Ja wir haben natürlich die entsprechenden, wenn man Defizit verfahren und und und, und wir tun uns sehr schwer hier herauszukommen.

00:13:55: also die Hausaufgaben bleiben sind auch zu machen.

00:13:59: Und der Export, der halt für Europa insgesamt und gerade auch für Deutschland Österreich so wichtig ist.

00:14:07: Der ist eben entsprechend aber auch schwankungsanfällig und das macht vielleicht doch die Resilienz der Amerikaner aus denn... Ihre zwei Drittel der US-Konjunktur werden vom privaten Konsum getragen.

00:14:21: Die sind einfach von diesen internationalen Strömungen viel unabhängiger und natürlich jetzt kommt noch dazu auch Energie unabhängiger als wir das sind.

00:14:31: Ja, das bringt mich gleich zur nächsten Frage.

00:14:33: Das war ein bisschen das Jahr Cell America.

00:14:37: Europäische Aktien waren cool?

00:14:38: Wo sind wir jetzt?

00:14:40: Also meiner Meinung nach war das Thema Cell America vorbei mit Ausbruch des Kriegs im mittleren Osten.

00:14:47: Wenn es hart auf hart geht, wenn die militärische Konfrontation im Vordergrund steht dann sind US-Assets wieder gefragt.

00:14:55: der Dollar ist gestiegen Die Wall Street hat beginnt, Europa wieder zu überflügeln und ich bin etwas überspitzt.

00:15:03: Darf ich sagen?

00:15:04: Es war alles so wie sie immer waren einfach in dieser Situation hat Amerika hier die USA ihre Trümpfe ausgespielt.

00:15:14: das ist eine der großen also Tragödien ist das falsche Wort.

00:15:22: aber es ist einer der grossen bedauerlichen Faktoren rund um die europäischen Börsen, dass sie kein Must-Half mehr sind sondern in bestimmten Phasen gefragt sind.

00:15:39: Dass Sie offenbar dauerhaft einen Abschlag zu den USA haben gerade auch jetzt mit dem Thema KI und Tech Und dass sie sozusagen hier, Sie sind in gewissen Phasen gefragt.

00:15:52: Aber sie sind nicht ein permanenter Fixpunkt wie Sie das einmal schon waren und das ist ein bisschen verloren gegangen.

00:16:01: Das finde ich extrem schade!

00:16:03: Was spricht denn noch für europäische Aktien?

00:16:06: Naja... Bewertungsabschlag natürlich.

00:16:10: Theoretisch könnte man sagen, wenn dieser Tech Lover Fair hier etwas nachlässt müsste das Europa begünstigen einfach weil wir weniger davon haben.

00:16:23: Wir sind relativ jetzt auch in einer besseren Position mit dem gefallenen Ölpreis aufgrund der Abhängigkeit von importierter Energie.

00:16:37: allem was eigentlich Energie sparen und Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie.

00:16:45: Und diese Themen sind, also da haben wir schon etwas zu bieten.

00:16:50: Also die Themen sind ja auch zuletzt wieder verstärkt in den Fokus gerückt.

00:16:56: Das sind schon Sachen wo Europa durchaus punkten kann

00:17:01: aber

00:17:02: Es ist natürlich trotz allem hier die Nachgelaggertheit gegenüber dem amerikanischen Kapitalmarkt weitergegeben.

00:17:11: Also das wird sich glaube ich so schnell jetzt nicht ändern!

00:17:15: Wir beide sind USA-Affin, wir haben beide in den USA studiert und ich habe schon erwähnt am Anfang, dass wir beide Vizepräsidentinnen der österreichisch-amerikanischen Gesellschaft sind.

00:17:24: Jetzt hat die Amerikaner einen neuen Chef Kevin Walsh eingesetzt nominiert von Donald Trump, sein Wunschkandidat.

00:17:35: Wie läuft es denn mit Kevin Walsh?

00:17:37: Naja er hat eigentlich für eine faustige Überraschung gesorgt.

00:17:43: im Vorfeld also dass Trump Zinssenkungen sehen will glaube ich ist kein Geheimnis.

00:17:48: Im Vorfeld hat man auch den Eindruck bekommen Walsch hat schon Naja, vielleicht angedeutet dass er hier Gesprächsbereit sein würde.

00:17:59: Das ist spätestens mit der ersten Sitzung unter seiner Leitung und der ersten Pressekonferenz vorbei.

00:18:08: Die Fed, die Notenbank würde strikt an ihrem Inflationsziel festhalten.

00:18:14: Er möchte die Kommunikation der Fed deutlich troßeln.

00:18:19: Sie hatten bis jetzt in Ihrem Statement die Möglichkeit von Zinssenkungen in Aussicht gestellt.

00:18:26: Das hat er gleich einmal ersatzlos streichen lassen.

00:18:30: Also er hat eigentlich ... Die Randiten sind entsprechend gleich einmal angestiegen Bis September.

00:18:37: Schätzter mag jetzt eine Fifty-Fifty Chance, dass es eine erste Zinsanhebung in den USA geben wird.

00:18:44: Wenn man sich das auf der Zunge zergehen lässt – das ist der von Trump eingesetzte neue Fatshift, ja?

00:18:52: Der im Mai Juni ins Amt kommt.

00:18:55: Im September gibt's schon ein Fifty–Fifty-Chance zur Verzinserhöhung trotz Wiedereröffnung der Straße von Hormuz.

00:19:04: Ja, also da würde ich mal sagen.

00:19:07: Erstens kommt es anders, zweitens als vielleicht selbst Trump gedacht hat.

00:19:12: Ganz allgemein kann man das sagen?

00:19:14: Wie stark beeinflusst die Politik denn den US-Märkten?

00:19:18: Kann man das allgemeinen überhaupt sagen?

00:19:20: Die Märkte und nicht die Notenbank.

00:19:23: Die Notenbanken, darum geht es ja sozusagen jetzt hier diesen politischen Einfluss nach außen natürlich gar nicht aber den so weit wie möglich zurückzudrängen also das auch den Eindruck zurück zu drängen um das geht's glaube ich.

00:19:38: vor allem Die US-Politik beeinflusst die Märkte bis zu einem gewissen Grad natürlich schon.

00:19:48: Also eben wenn Republikaner oder Demokraten hier entsprechend ins Amt kommen, Stichwort Zölle alle diese Dinge.

00:19:56: also ganz so ist es nicht.

00:19:58: Die Amerikaner sind zwar stärker inlandsfokussiert und wesentlich weniger abhängig vom Export als Europa Aber sie agieren nicht im luftleeren Raum, also das ist sicherlich richtig.

00:20:12: Aber auch hier gilt die Politik beeinflusst insofern als sie natürlich einen ordnungspolitischen Einfluss auf den Geschäftsgang der Unternehmen hat.

00:20:24: Also diese Unternehmer kennen, agieren ja nicht im Luftleerenraum.

00:20:31: so stark, wie vielleicht teilweise in Europa ist der Einfluss auch da glaube ich nicht.

00:20:37: Spielt Trump da eine größere Rolle als andere Präsidenten vor ihm?

00:20:40: Erstjahr gilt er als unberechenbar.

00:20:42: zwei Drittel seiner Amtszeit haben wir ja eigentlich noch vor uns.

00:20:47: Also die Antwort würde ich auf jeden Fall mit Ja hier geben.

00:20:51: also erstens einmal das hat mich selber erstaunt.

00:20:54: Der erste Präsident sei Reagan, der persönlich an die Börse gegangen ohne was gemacht hat.

00:21:02: Das Wort hat mich selber eigentlich erstaunt, er betrachtet sich ja... Er ist ein Immobilien-Marktler aus New York, aus Queens.

00:21:11: Er betrachtet sich als Markt auf ihn.

00:21:13: bei jeder Gelegenheit, sagt er das hat er super gemacht und deshalb steigt der Markt, stimmt oder nicht?

00:21:18: Das ist dann nicht so wichtig aber er schaut dorthin, dass es für ihn auch ein Gradmesser seines persönlichen Erfolges Das weiß die Wall Street auch.

00:21:29: Also ich glaube, bis zu einem gewissen Grad ist das schon eine Beziehung, die von gegenseitigem Wohlwollen kann ich das vielleicht so formulieren geprägt ist?

00:21:44: Nicht umsonst hat CNN geschrieben alle haben dieses Friedensabkommen mit dem Iran kritisiert – bis auf die Märkte!

00:21:55: Im Umkehrschluss hat Donald Trump Angst vor den Märkten?

00:21:59: Na, Angst hat er nicht.

00:22:01: Aber wenn die Randiten steigen was für ihn wichtig ist aus der Immobilienbranche oder die Aktien fallen dann reagiert er.

00:22:10: das ist etwas... Also das erreicht ihn, dort schaut er hin und auf das reagiert er.

00:22:17: Die Zölle dieser Liberation, die war ein perfektes Beispiel wie der Markt begonnen hat echt in die Knie zu gehen, hat er das ausgesetzt.

00:22:25: Gibt schon Studien, die zeigen wenn die zehnjährigen Randiten ein gewisses Niveau erreichen dann rudert er zurück.

00:22:32: Ganz allgemein die USA richten sich ja aus in ihrer Außenpolitik Richtung Pazifik.

00:22:37: Europa ist quasi gestern Ja, da als Verbündeter aber nicht viel mehr.

00:22:45: Wie wirkt sich das denn auf die Märkte aus?

00:22:47: Welche Position hat denn Europa dann noch?

00:22:50: Das ist die Schwierigkeit, die wir da irgendwo auch haben – das ist sicherlich richtig!

00:22:57: Jetzt zeigt sich ja auch in diesem KI-Wettlauf der Aufstieg von Taiwan und Korea.

00:23:06: Die Börse in Korea hat sich verdoppelt.

00:23:09: im heurigen Jahr hohe Konzentration auf ein, zwei Chip-Aktien.

00:23:15: Ist das eine gesunde Entwicklung?

00:23:17: Na ja, brauchen wir auch nicht darüber reden!

00:23:20: Aber die Musik spielt in Asien und den USA.

00:23:25: In diesem Zweikampf entwickelt sich das oder wird.

00:23:30: in diesem Zweiekampf entscheidet sich irgendwo dieses Rennen auch Und Europa muss heute jetzt schauen.

00:23:35: richtig dass man da nicht ganz untergehen und nicht ganz an die Wand gedrückt werden.

00:23:41: Und hier, also einerseits mit einem meiner Meinung nach gestärkten Kapitalmarkt und mit Besinnung halt auch auf unsere wissenschaftlichen und vielleicht auch unsere humanitären Werte die wir ja ohne Frage haben dass wir hier aber schon auch glaube ich eine Rolle zu spielen haben.

00:24:00: Stehen uns unsere Regulierungen?

00:24:02: Unsere Regeln im Weg?

00:24:04: es hat immer geheißen Europe regulates

00:24:08: Ja, der CEO der Deutschen Bank hat in einem Panel von mir einmal gesagt Europa muss halt aufpassen.

00:24:16: wir sind das Silicon Valley.

00:24:17: Der Regulierung.

00:24:18: und das mag nicht ganz falsch sein.

00:24:21: gleichzeitig ist es aber schon so dass sich schon immer wieder auch zeigt hier die ungezügelte Dominanz jetzt Darf ich dieses Wort verwenden dieser männlichen Egos hier in der Techbranche, dass die auch nicht immer von Vorteil ist?

00:24:44: Hat sich jetzt auch gezeigt beim G-Sieben-Gipfel in Frankreich.

00:24:49: Neben den Staatschefs saßen da eben von diesen großen Tech-Unternehmen, die CEOs hier mit am Tisch.

00:24:57: Also man muss sich schon fragen will man einzelnen Unternehmen dann derartige Macht und derartigen Möglichkeiten in die Hand drücken?

00:25:08: Von denen wir eigentlich in den letzten Jahrhunderten ja nicht umsonst der Meinung waren das sollte dem Staat vorbehalten sein.

00:25:16: Letzte Frage zu den USA.

00:25:17: Der Dollar als Leitwährung bleibt da?

00:25:20: Würde ich sagen ja, hat sich also jetzt gerade eben im Iran-Krieg wieder gezeigt.

00:25:25: über zwei Drittel der Reserven der weltweiten Notenbanken sind immer noch in Dollar.

00:25:31: so leicht ist er dann nicht zu ersetzen.

00:25:34: aber natürlich Tendenz nach unten wird weniger.

00:25:39: vor allem das Gold macht dem Dollar Konkurrenz.

00:25:44: Chinesen haben gelernt im Ukraine-Krieg, wie schnell man seine Divisenreserven dann auch los sein kann.

00:25:51: Wenn es heute fortgeht, wenn man da beim russischen Nachbarn sozusagen über die Grenze guckt und von daher verstärkt hier Gold gekauft in den letzten Jahren also alles richtig.

00:26:04: aber dass jetzt eine andere Währung dem Dollar so schnell den Rang abläuft welche sollte das sein?

00:26:12: Remimbi nicht frei konvertierbar, der Euro eben kein gemeinsamer Staatsanleihenmarkt.

00:26:20: Weil das ist nämlich noch das nächste.

00:26:22: Der tiefste liquideste größte... Staatsanleihenmarkt ist der amerikanische, ja?

00:26:30: Und da gibt es leider eigentlich keine wirklich ernstzunehmende Konkurrenz.

00:26:34: Da war jetzt in der Antwort noch ein Stichwort drinnen nämlich Gold.

00:26:37: Das war zu Jahresanfang ganz oben Der Goldkurs war ganz oben.

00:26:42: Jetzt tümpelt so ein bisschen dahin.

00:26:45: Was ist da passiert?

00:26:47: Ja, also an und für sich sollte man glauben dass die Bedingungen für Gold besser als im ersten halben Jahr eigentlich nicht sein können.

00:26:55: damit mit Grönland und Venezuela und Irankrieg.

00:26:59: Und weiß ich nicht was.

00:27:00: aber durch diesen gestiegenen Ölpreis steigt die Inflation.

00:27:05: wir haben Notenbanken die entweder Zinsanhebungen schon durchgeführt haben notabene die EZB oder doch Selbige ins Visier nehmen, Stichwort fade.

00:27:16: mit wash haben wir gerade gesprochen.

00:27:19: Steigende Zinsen schlecht für den Goldpreis der selber keine Zinsengold wirft keine Zinzen ab.

00:27:26: wenn ich also anderswo mehr Zinsenkrieg verliert das an relativer Attraktivität weil darum geht es ja auch immer.

00:27:33: Und ja, mit dieser Energiekrise die da schon geherrscht hat.

00:27:38: trotz allem waren einige Notenbanken stichwort Türkei eine Zeit lang gezwungen Gold auch zu verkaufen.

00:27:45: Geh kauft haben massiv die Chinesen und das könnte sich jetzt ein bisschen relativieren.

00:27:53: also Ja, die meisten Häuser gehen davon aus dass der Goldpreis weiter sanft steigen wird mittelfristig schon.

00:28:02: Aber dieser Moonshot, diese Rakete nach oben, die wir da hatten vor allem auch im Vorjahr bei Silber ist für den Moment eigentlich vorbei.

00:28:15: Eine Frage, die uns wirklich alle betrifft?

00:28:17: Wie geht es denn weiter mit den Zinsen?

00:28:21: Zinssenkungen in den USA eigentlich vom Tisch.

00:28:24: Es wird jetzt eher nur darüber diskutiert, wann kommt die erste Zinsanhebung?

00:28:30: Dazu muss man wissen, die OS-Konjunktur ist vorher auch schon rund gelaufen hat diese gestiegenen Energiekosten sehr gut weggesteckt.

00:28:40: Die EZB hat die Zinsen ja schon angehoben weil wir eben auch durch den etwas schwächeren Euro stärkerer Dollar, gestiegener Ölpreis hier noch einmal verstärkt.

00:28:53: Hier inflationär unter Druck waren.

00:28:57: also von daher sind Zinssenkungen jetzt einmal kein Thema.

00:29:04: Zinsanhebungen sehr wohl richtig.

00:29:09: die Tendenz ist entweder seitwärts oder nach oben.

00:29:14: Inflation ist bis zu einem gewissen Grad wieder zurückgekommen und das ist natürlich für die Amerikaner davor, den Midterms jetzt auch ein Thema.

00:29:26: aber eben auch bei uns wirkt natürlich auch entsprechend bremsend hier auf die Konjunktur.

00:29:35: Vielleicht kann man zwei Sachen dazu noch ergänzen.

00:29:38: Das eine ist jetzt, wenn dieses Friedensabkommen tatsächlich hält und der Ölpreis weiter da runtergeht oder sich entspannt zeigt muss das nicht unbedingt bei sich wie sofort die Inflation runterdrücken gerade auch in Amerika nicht denn damit kurbel ich eigentlich die Konjunktur wieder an.

00:29:59: Der Arbeitsmarktrend ist gut in Amerika sehr gut sogar.

00:30:04: ja Wenn ich jetzt noch einen zusätzlichen Boost durch gesunkene Ölpreise kriege, habe ich da eigentlich von daher, aber zwar von der Energieseite nicht.

00:30:14: Aber vielleicht von der Konsumseite dann wieder durchaus eher ein bisschen einen inflationären Druck.

00:30:21: Also das Gefüge ist komplex und das will ich damit sagen Und die relative Vorteile der Amerikaner eben auch hier gegeben durch diese internationale Leitwährung, was du angesprochen hast aber durch diese geringere internationale Verflechtung.

00:30:48: Sie sind geografisch weg vom Schuss.

00:30:53: das ist politisch oft ein Vorteil und letztlich immer mehr ökonomisch, ja auch weil sie bei der Energie sozusagen eigentlich jetzt autark geworden sind.

00:31:08: Was siehst du denn als die größten Risiken in den nächsten Jahren?

00:31:11: Die auf uns zukommen sowohl geopolitisch als auch was Märkte betrifft?

00:31:18: Naja wie alle

00:31:20: Menschen

00:31:21: hoffe ich dass diese militärischen Konflikte, die da immer mehr werden nicht weiter eskalieren.

00:31:29: Es will mir schon scheinen, dass da ein bisschen die Hemmungen gefallen sind und das hier mit militärischem Druck verschiedenes durchgesetzt werden soll.

00:31:39: also das ist etwas was ich schon mit großer Sorge sehe keine Frage und wir werden dafür auch Ressourcen bereitstellen müssen wie ja in Europa natürlich vor allem auch Die Märkte, glaube ich haben sich jetzt sehr lange hier gesund in Voraussetzungen die wirklich gut waren.

00:32:02: Die Geschichte lehrt nichts dauert ewig.

00:32:05: also irgendwann einmal wird ja wahrscheinlich eine größere Korrektur kommen.

00:32:10: vielleicht zwei Gedanken dazu.

00:32:12: das eine damit ich bringe das negativere.

00:32:15: zuerst was wir seit über Fast nicht mehr gehabt haben, sind mehrere Jahre mit fallenden Kursen.

00:32:28: Das war nach dem Dotcom-Crash, nach der Dotcom Blase, und das ging über mehrere Jahre.

00:32:41: war nicht immer katastrophal, aber es ging nach unten und das hat gerade bei Privatanlegern einen verheerenden Effekt auf deren innere Einstellung.

00:32:53: Und das ist etwas auch.

00:32:55: das ist nichts Neues.

00:32:56: in den Handelsräumen sitzt jetzt eine Generation von Händlern.

00:33:00: die hat so etwas noch nie erlebt.

00:33:02: also dass ich glaube ein Risiko Es wird uns irgendwann einmal einholen, wird wahrscheinlich auch kein Weg daran vorbei führen.

00:33:11: Aber das muss man sich irgendwo vor Augen halten.

00:33:18: aber damit ich mit einem positiven Gedanken abschließe was jetzt auch diese KI und die neue Tech-Euphorie betrifft habe ich einen sehr interessanten Gedanken dazu gehört.

00:33:33: Bisher hat diese Gig-Economy davon gelebt, dass wir aus den technischen Möglichkeiten Effizienzsteigerungen machen.

00:33:41: Also von Uber über was nicht Amazon und Zustellung und alles online und so... Und diese KI!

00:33:49: Das ist das jetzt nicht.

00:33:50: Es ist kein Effizient oder nicht nur sondern das erfordert jetzt echt Investitionen.

00:33:57: Das ist der Push in die nächste Phase Die Hebung der Effizienzmöglichkeiten in einer bestehenden Technologie.

00:34:09: Genau, sondern jetzt kommt sozusagen hier die nächste Ausbaustufe mit gigantischen Möglichkeiten, die aber einen Investitionsschub erforderlich macht.

00:34:20: und da sind wir jetzt – der muss auch bereitgestellt werden – ein ganz einfacher Weg ohne Rückschläge.

00:34:29: wie immer im Leben wird es wahrscheinlich nicht!

00:34:32: Kommen wir zum Schluss noch ein bisschen ins persönliche Chefanalistin bei der Bank Austria.

00:34:37: Mehr als zwanzig Jahre lang, du hast in einer Abteilung mit nur Männern begonnen?

00:34:42: Wie war denn das?

00:34:44: Naja es war genauso wie du dir's jetzt vorstellst nicht ganz einfach.

00:34:49: die Schwierigkeit damals ist darin oder hat darin bestanden dass wir übernommen wurden.

00:34:57: Ich war in der Kreditanstalt, die Bank Austria hat die CA übernomen und ich war im übernommenen Haus.

00:35:05: Die einzige Frau im Research Damals natürlich entsprechend jünger, die Männer nicht alle, aber einige deutlich älter als ich.

00:35:17: Das war die eine Thematik und die andere Thematika war die anderen Abteilungsleiter, die eben dann auf meiner Ebene sozusagen waren.

00:35:27: Und wenn du das ansprichst, also das erzähle ich immer wieder bei Frauen-Events um Frauen auch Mut zu machen.

00:35:34: Als ich gefragt wurde ob ich Chefanalystin sein will habe im ersten Go Nein gesagt.

00:35:40: Klassisch für Frauen?

00:35:42: Ja!

00:35:42: Also ich hab Nein gesagt weil ich diese Konfrontation nicht wollte und ich hatte im Übrigen auch Recht ja es sollte wirklich schwierig werden habe es mir dann aber doch überlegt und bin am Montag zu meinem Chef gegangen.

00:36:00: Und hab gesagt, also bitte Herr Doktor ich haben was anderes überlegt!

00:36:02: Ich mache das jetzt

00:36:03: doch.".

00:36:04: Und er hat gesagt, dass habe ich mir gedacht, ich habe schon alles für sie hergerichtet.

00:36:09: Wie ich immer sage die ersten sechs Monate hatte ich recht denn es war wirklich schwierig mich hier sowohl in der eigenen Abteilung als auch auf meiner Ebene wo Nicht alle, aber die wichtigsten Player.

00:36:25: Alle Männer waren um mich hier durchzusetzen ja?

00:36:29: Die nächsten zwanzig Jahre hatte ich unrecht weil dann kam der Turnaround und dann hat sich das etabliert Und dann war es großartig und war natürlich die Entscheidung hundertprozentig richtig.

00:36:41: Aber und das versuche ich ihm mitzugeben Es ist okay sich vor einer Situation auch einmal zu fürchten.

00:36:49: In Wirklichkeit natürlich ja.

00:36:51: Und wie gesagt, diese Konfrontation die ich da auf mich zukommen habe sehen und auch zu Recht hat mir persönlich damals Angst gemacht.

00:37:01: Ein Thema das dir am Herzen liegt ist Frauen- und Finanzbildung.

00:37:06: Warum?

00:37:08: Weil ich immer wieder erlebe, dass Frauen bei diesem Thema gerne mehr wissen würden sich nichts fragen oder Sorgen trauen.

00:37:21: Da einfach Hemmungen haben dann Fragen wie kann ich mich dem Thema nähern?

00:37:27: Ich versuche hier in Veranstaltungen und in Diskussionsgruppen usw.

00:37:34: hineinzugehen Und das Gespräch zu suchen, darf das offen sagen gerade auch abseits des städtischen Bereichs.

00:37:43: Es geht nicht nur hier in Wien sondern vielleicht einmal auch am Land bei einer Sparkasse oder so wo noch mal mehr Aufklärungsbedarf herrscht.

00:37:54: ja also da versuche ich wirklich irgendwo Aus einer Position heraus, wo man mir das glaube ich auch abnimmt.

00:38:04: Auch aufgrund meines Lebensalters und meiner Lebenserfahrung.

00:38:09: Ist das

00:38:09: eine Generationenfrage?

00:38:11: Naja... Ein bisschen vielleicht weil sozusagen man nimmt mehr ab.

00:38:16: Ich habe ein Leben lang in dieser Branche gearbeitet mich dort durchgesetzt In einer Männerwelt.

00:38:22: Man nimmt mir ab dass ich davon verstehe Dass sich auch ein Verständnis dafür hab Das das schwierig ist Insofern natürlich ein Generationenthema ist, ältere Frauen sagen mir dann das macht alles immer mein Mann.

00:38:37: Das habe ich genauso gesehen bis an Schlaganfall gehabt hat.

00:38:40: Originalzitat ist passiert.

00:38:42: Jüngere Frauen gehen natürlich anders an dieses Thema heran stehen aber auch vor anderen Herausforderungen.

00:38:50: also es hat da glaube ich jede Generation ihre eigenen Aufgaben.

00:38:56: Danke Monika Rosen!

00:38:57: Ja

00:38:57: zu danken für die

00:38:58: Einladung.

00:39:01: Und danke Ihnen fürs dabei sein, liebes Publikum.

00:39:05: Wie investieren Sie eigentlich Ihr Geld und gehen sie dabei Risiken ein?

00:39:10: Schreiben Sie es uns doch in die Kommentare!

00:39:12: Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal.

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