Türkei, Pakistan, Saudi-Arabien - Unterschätzen wir diesen Militärpakt?

Shownotes

Was bedeutet der neue Mekka-Verteidigungspakt zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan? Der Politik-Influencer und Geopolitik-Analyst Andreas Grassl nennt dieses Bündnis die „muslimische NATO“ – ist dieser Begriff gerechtfertigt? Auf was müssen sich die NATO und andere Großmächte jetzt einstellen? Und wie hängen die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine zusammen? Im LOOKAUT-Gespräch mit Hannelore Veit bringt Andreas Grassl seine Sicht der geopolitischen Entwicklungen dar und schildert, wie er als 30-Jähriger ein junges Publikum für weltpolitische Themen interessieren will. Im Fokus des Gesprächs steht zunächst der sogenannte Mekka-Verteidigungspakt: Welche Interessen verfolgen die drei Staaten Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan mit diesem Bündnis? Und auf was müssen sich andere Großmächte wie die USA, China und Europa einstellen? Außerdem analysiert Andreas Grassl, wie sich die Konflikte im Nahen Osten und der Krieg in der Ukraine zunehmend miteinander verbinden. Grassl berichtet von seinen Reisen nach Russland und in die Ukraine und über seine Erfahrungen, wie unterschiedlich der Krieg in beiden Gesellschaften wahrgenommen wird.

Bei LOOKAUT laden wir Expert:innen aus unterschiedlichsten Bereichen ein. Zu den Themen Nahost, Ukraine, Russland und generell geopolitische Konflikte sowie Entwicklungen hatten wir bereits die Expert:innen Florence Gaub, Gudrun Harrer, Oberst Markus Reisner sowie Gerhard Mangott zu Gast. Folgend verlinken wir die Episoden:

• Wer prägt die Welt von morgen? Florence Gaub über Macht, Krisen und Handlungsspielräume: https://austria-ist-ueberall.podigee.io/120-neue-episode

• Mehr Waffen, mehr Krieg? Militärexperte Markus Reisner analysiert: https://austria-ist-ueberall.podigee.io/118-neue-episode

• Putin unter Druck: Warum China für Russland so wichtig ist: https://austria-ist-ueberall.podigee.io/119-neue-episode

• Iran-Krieg: Wie fatal war die Fehleinschätzung der USA?: https://austria-ist-ueberall.podigee.io/116-neue-episode

• Hybrider Krieg: Was uns droht und warum Europa dringend handeln muss: https://austria-ist-ueberall.podigee.io/106-neue-episode

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00:00:00: Du nennst das Bündnis die muslimische NATO.

00:00:03: Warum?

00:00:03: Wenn man seinen Vertrag in Mecca unterzeichnet einer Stadt, die für unglaubliche im Sinne des Islams nicht betretbar ist und will man auch diese Optik, diese Ummeroptik also die Einheit der Muslime auf der ganzen Welt?

00:00:15: Kommen wir zu Ukraine, zu Russland?

00:00:17: Es gibt ja Verbindungen dazu.

00:00:19: So kauft dann beispielsweise Mohammed bin Salman in Saudi Arabia eine ukrainische Technologie für das Abfangen von iranischen Drohnen die ja dieselben sind, die die Russen auf die Ukrainer schießen.

00:00:29: Irgendwo sind diese Konflikte mittlerweile so global dass sich fast keiner mehr leisten kann sozusagen Wir stünden da außen vor.

00:00:37: Es ist mittlerweile klar, auf welcher Seite die Chinesen spielen.

00:00:42: Die Machtkämpfe auf der Ebene Unterputin werden immer brutaler.

00:00:47: Wir können feststellen, dass die Dinge, die man militärisch nicht erreichen will oder kann, die kann man politisch erreichen und das ist auch eleganter weil es kostet weniger.

00:00:56: und alles was ich politisch zerstöre muss sich militarisch nicht mehr zerstören.

00:00:59: vielleicht will es dazu kommen, dass wir uns auch mit einem Waffengang irgendwann beschäftigen müssen.

00:01:07: Komplexe Geopolitik in verständlicher Form erklären.

00:01:10: Das ist die Kernkompetenz unseres heutigen Gastes bei Lookout.

00:01:15: Andreas Gassel ist ein österreichischer Politik-Influencer, Journalist und ja auch Sportkommentator.

00:01:21: Auf TikTok und Instagram hat er ein großes Publikum.

00:01:24: gemeinsam mit David Matei betreibt er den wöchentlichen Politikpodcast Kassel und Matei, indem aktuelle internationale Entwicklungen analysiert werden.

00:01:33: Und er schafft dabei etwas was andere nicht schaffen eher erreicht Ein junges Publikum.

00:01:38: Herzlich willkommen, Andreas Krassel.

00:01:40: Danke für die Einladung!

00:01:41: Beginnen wir gleich mit einem Thema, das in den letzten Wochen in den Medien ein bisschen untergegangen ist.

00:01:47: Was durchaus damit zu tun haben kann dass der Nahe Osten sehr schwer zu erklären und ein wirklich sehr komplexes Thema ist.

00:01:55: ich meine den MECA Verteidigungspakt.

00:01:58: MECCA Joint Security Agreement heißt er offiziell zwischen Saudi Arabien der Türkei und Pakistan unterzeichnet eben in MECKA.

00:02:07: Du nennst das Bündnis die muslimische NATO.

00:02:10: warum?

00:02:11: Ich glaube, wenn man seinen Vertrag in Mecca unterzeichnet einer Stadt die für unglaubliche im Sinne des Islams nicht betretbar ist dann will man auch diese Optik.

00:02:19: Diese Ummer-Optik also die Einheit der Muslime auf der ganzen Welt, wenn es jetzt noch drei Staaten sind mit Optionen auf weiteren und mir wurde das tatsächlich häufiger zum Vorwurf gemacht warum ich das so nenne?

00:02:31: Und dann habe ich daraufhin behauptet hätte die NATO ihren Vertrag im Vatikan unterschrieben dann wäre sehr auch die christlichen NATO und nicht nur die NATO.

00:02:38: Also man will auf jeden Fall Ein zusätzliches Element der Ideologie, diesem Verteidigungsbündnis beiführen stelle ich fest.

00:02:46: Wenn gleich dieses Verteiligungspündnis im momentanen Fall eher noch ein Papiertieger ist denn ein tatsächliches.

00:02:52: Was bedeutet das denn?

00:02:54: Was ist der Zweck und was ist das Ziel

00:02:56: Der vorgegebenen Speck ist, dass ein Angriff auf einen dieser drei Staaten als Angriff für alle gilt.

00:03:01: Also im Sinne des NATO-Artikels fünf.

00:03:03: Jetzt wurde diese Artikel schon geprüft.

00:03:06: Vierundzwanzig Stunden später, als die Hutis ihren ersten Angriff gegen Saudi Arabien nach Unterzeichnung durchgeführt haben und die Antwort der beiden anderen Staaten ist natürlich nicht erfolgt davon war auch noch nicht auszugehen.

00:03:15: ich glaube es ist im jetzigen Fall realpolitisch gesehen ein Interessensabgleich.

00:03:19: Jeder hat was davon und vielleicht in Zukunft sollte Ägypten beitreten, was durch Saudi Arabien verhindert wurde dann kann dieses Bündnis tatsächlich so etwas werden, was diesem Joint Security Gedanken entspricht?

00:03:31: Es

00:03:31: heißt ja auch nicht wirklich in dem Vertrag drinnen dass das sofort heißt, dass man zur Verteidigung zu gemeinsamen Verteiligungen schreiten muss.

00:03:40: Konsultationen wahrscheinlich, die dieses Artikel hervorrufen.

00:03:44: Drei Länder, die durchaus unterschiedliche Intentionen haben, unterschiedliche Ziele haben, sprechen wir mal über die drei.

00:03:53: Die Türkei ist ein NATO-Mitglied.

00:03:56: Was macht die Türkeis in diesem Bund?

00:03:58: Was hat sie davon?

00:04:00: Die Tür keins spätestens seit möglicherweise dem verlorenen Vertrauen gegenüber den Westen, dass man Teil der Europäischen Union werden kann setzt sehr stark auf Multilateralität, also versucht seine Stellung in der Welt dadurch zu verbessern dass man möglichst an vielen Tischen dabei ist.

00:04:16: Man hat es versucht der Shanghai Cooperation Organisation beizutreten den BRICS und man hat in einer dieser Organisationen mittlerweile beobachter Status und man versucht darüber hinaus eben seine Bündnisse in diesen geografischen Raum hineinzustärken nachdem die Türkei mit Syrien und dort ist die politische Führung der Türkei sehr treu ergeben.

00:04:37: Mittlerweile sowas hat, wenn ein Basalenstaats in dieser geografischen Region was klar ist, dass es irgendwo in darunter liegendes Element braucht um diesen Regionalmordstatus zu festigen.

00:04:46: Das sehe ich bei der Türken als kleineren Anreiz und natürlich die vergrößerte und immer wichtig werdende Rüstungsindustrie in der Türkeit, die Abnehmer sucht.

00:04:57: Pakistan ist bereits einer Saudi-Arabien könnte es werden und Saudi Arabien hat ja bekanntlich viel Geld.

00:05:03: Die Türkei gerne verkaufen würde.

00:05:06: Pakistan, eine Atommacht?

00:05:08: Warum Pakistan?

00:05:09: Was ist das Ziel?

00:05:10: Pakistan hat Atomwaffen aber auf der anderen Seite das Problem.

00:05:13: Das saut die Arabien nicht.

00:05:14: Es hat total wenig Geld und hat aufgrund dessen einfach die Limitation nichts Schritt halten zu können mit Indien was natürlich der Hauptkongurrent für Pakistan ist schon aufgrund der Gründungshistorie und Kriege auch erst im letzten Jahr.

00:05:27: Es gibt Grenzstreitigkeiten mit Afghanistan.

00:05:30: Und es gibt weiterhin das Problem der inneren Unruhen, also die Armee ist der tatsächliche Inhaber der Macht innerhalb Pakistans.

00:05:38: Deswegen ist der Generalstab der Armee auch bei jedem wichtigen Staatstemmin dabei.

00:05:42: Asimonir ist der erste mit fünf Sternen, also der erste Feldmarschal, der diesen Titel nicht selbst sich an die Schulter gehäftet hat, diesen fünften Stern, sondern den bekommen hat durch dem Premierminister und das gibt ihm eine total große Machtdurchdringung.

00:05:57: Und er möchte auch aufgrund wahrscheinlich seiner persönlichen Historie, hat in Saudi-Arabien den Koran auswendig gelernt und hat aufgrund dessen eine besondere Bindung zu dem Staat, möchte sich der Regional vertiefen.

00:06:08: Unwahrscheinlich auch eine größere Unabhängigkeit gegenüber den Bündnispartnern gewinnen, die im Moment in Pakistan diktieren was los ist – auf wirtschaftlicher Sicht definitiv.

00:06:18: China und die USA spielen auch noch immer eine gewichtige Rolle.

00:06:21: Geht es auch um mehr Einfluss in der Golfregion?

00:06:23: Womöglich geht es darum.

00:06:26: Pakistan fand ich sehr interessant und spreche eigentlich gegen den Aspekt, dass man mit Saudi Arabien besonders gut ist sich nicht auf die Seite des Saudi-Arabiens gestellt als der Iran-Saudi-Arabin angegriffen hat sondern hat sich als Vermittler angeboten.

00:06:39: Und so gesehen will Pakistan garantiert eine Regionalmacht sein und gemäß des Ausmaßes seines Militärs und der Demografie die man hat kann man das auch bestimmt werden.

00:06:51: Saudi-Arabien, viel Geld das hast du schon erwähnt.

00:06:55: Was bezweigt Saudi Arabien mit diesem Pakt?

00:06:58: Saudi Arabian hat alles Geld erwählt aber natürlich auf der anderen Seite ein noch nicht wirklich ergossenes staatliches Konstrukt dass Sicherheit gewährleisten kann.

00:07:09: ich glaube die Wette für die letzten Jahrzehnte war die USA werden es schon richten Wenn es dann so weit ist, hat man sich mehrmals in den letzten Jahren bewiesen.

00:07:17: Nicht erst durch den Konflikt mit dem Iran oder der USA und Israel als mit dem Iran, dass man selber nicht kann.

00:07:24: Man hatte auch schon wahnsinnig peinlich aber oft schon vergessen.

00:07:27: Am Wochenende des ersten Formel-Einskrumprises in Cheddar damals ein Angriff der Hutis auf eine Ölrafinerie die unweite Rennstrecke lag Und das man das nicht konnte seine eigene Sicherheit gewährleisten an diesem so wichtigen Wochenende aus der Sicht Saudi Arabiens globalen Strahlkraft.

00:07:45: Das hat dann schon tief blicken lassen.

00:07:47: und insofern, wenn jemand mit Waffen helfen kann und mit Atomwaffen auf der anderen Seite, mit möglicherweise auch mehr Erfahrung im Kampf den Saudi-Arabien gegen seine Nachbarstaaten jemals im Süden Hutis pro iranische Milizen im Norden Irak hat, wird das sicher willkommen geheißen.

00:08:04: Und auch so kann man jetzt mit den Amerikanern anders reden, wenn andere zwei am Tisch mitsitzen die auch ganz gut darin sind Sicherheit zu gewährleisten.

00:08:12: Ein bisschen Diversifizierung der eigenen Sicherheit.

00:08:17: So kann man das sagen, ja.

00:08:19: Was weiß man denn über diesen Pakt?

00:08:20: Gibt es da eine Struktur?

00:08:22: Der Pakt ist noch irgendwie ein sehr loses Unterfangen... keine gemeinsame Kommandostruktur mit sich bringt.

00:08:30: Und das bräuchte es eben, wenn man so etwas wie die NATO tatsächlich sein wollte dann muss man natürlich sich gegenseitig verschränken braucht Kommando-Strukturen.

00:08:38: Man wüsste glaube ich zum jetzigen Zeitpunkt auch gar nicht, wie man Truppen, wenn sie gemeinsam kommendiert in welcher Sprache man das tun sollte.

00:08:45: also man spricht ja gewissermaßen keine Gemeinsamen ob nun Urdu, Arabisch oder Türkisch Das sind doch sehr unterschiedliche Sprachfamilien.

00:08:52: auch Ich glaub da hat sich sehr viel noch nicht Determiniert Und ich habe auch schon sehr viele Memes im Internet gesehen, die darauf Bezug nehmen.

00:08:59: Wo ein roter Knopf am Tisch war und darunter stand der Nuffing Ever Happens Button.

00:09:03: Man kann dann drauf drücken und das hat sich nichts verändert.

00:09:06: im Endeffekt Ich glaube wenn man das wollte was dieser Vertrag grundsätzlich in seiner Anmutung intendiert Dann wird man noch sehr viele Schritte gehen müssen um es tatsächlich mit Leben zu erfüllen.

00:09:17: Was heißt denn dieser Praktiz für andere?

00:09:19: Alle drei sind in der einen oder anderen Form verbündete Der USA zum Beispiel.

00:09:24: Ich glaube, dass die USA das nicht gebildet hätten wenn sie davon nicht etwas selbst bekämen.

00:09:31: Und der Gedanke kann derselbe sein wie in Europa.

00:09:34: Wenn die Amerikaner tatsächlich zurückfallen auf die Monro-Doc drehen Das heißt sich auf ihren amerikanischen Doppelkontinent besinnen und die Sicherheit auf allen anderen Flecken in der Welt jemand anderem machen lassen im besten Sinne natürlich ein treuergebener Verbündeter Dann kann es im nahen und mittleren Osten so ähnlich ausschauen wie in europa.

00:09:52: Dass die amerikaner sagen na gut Eure Sicherheit ist nicht mehr unsere Aufgabe, eure Sicherheit ist eure eigene Aufgabe.

00:09:59: Das muss zwar in unserem Sinne passieren und wir mischen gerne mit aber zumal Saudi-Arabien als der Staat der in der ersten Runde der Staatsbesuche von Donald Trump in der zweiten Amtszeit das größte Investment in den USA angekündigt hat.

00:10:12: die Türkei jener Staat bei dem man eigentlich gemeinhin sagen kann, es ist der mit dem Donald Trump zumindest auf persönlicher Ebene Erdogan und auch auf Arbeitsebene darunter.

00:10:20: Außer Minister Hakan wieder besonders gut kann.

00:10:23: Und Pakistan, dass sich nun irgendwie ein Vertrauen verdient hat aufgrund des Umstands, das man ja gegenüber dem Iran vermittelt hat, dass es auf diese drei Staaten gefallen ist – dieses Bündnis, das die Amerikaner sicher auch befürworten.

00:10:35: Das sehe ich schon als eine Art Auslagerung amerikanischer Interessen auf regionale Partner.

00:10:40: Was heißt denn für Europa?

00:10:42: Für Europa bedeutet es, dass es wahrscheinlich noch schwieriger wird in die geografische Sphäre einzudringen und eigene Interessen auszuspielen.

00:10:50: Das gelingt schon aufgrund dessen nicht, dass die Amerikaner historisch gewachsene Dinge ignorieren wie beispielsweise das Frankreich-Die-Schutzmacht vom Libanon ist.

00:10:59: Und als man die Verhandlungsrundung zwischen Israel und dem Libanonn hatte zuletzt saßen die Franzosen nicht mit am Tisch.

00:11:04: eigentlich ein Novum Aber die Amerikaner waren daran nicht interessiert.

00:11:08: Den Israelis war es gewissermaßen auch nicht wichtig und den Libanesen scheint das jetzt auch kein großes Bedürfnis gewesen zu sein,

00:11:15: d.h.,

00:11:16: nicht nur aufgrund der Amerikaners sondern jetzt auch auf Grund der Türkei, Saudi- und Pakistan wird's umso schwerer für die Europäer noch etwas in ihrem Sinne zu

00:11:25: richten.".

00:11:26: In unseren Medien ist – ich habe es eingegangen gesagt – relativ wenig vorgekommen.

00:11:31: dieser Park.

00:11:31: Unterschätzen wir das?

00:11:33: Ich glaube schon dass wir das unterschätzen!

00:11:35: möglicherweise hängt es auch daran, dass wir im Moment mit anderen Dingen beschäftigt sind.

00:11:40: Aber wir unterschätzen glaube ich sehr häufig die Auswirkungen geopolitischer Veränderungen auf unser Leben.

00:11:48: für uns ist das noch immer eine Unterhaltungssendung.

00:11:50: Wir schalten ein schauen zu suchen uns vielleicht den Team aus ein bisschen über dem Fußball und dann sind wir Vereins.

00:11:57: Dann schalten wir es wieder raus und dann passiert es eigentlich für uns nicht.

00:12:01: dass es aber ganz reale Konsequenzen hat, kann ich zumindest schon an der Tankstelle im Moment sehen und das wäre wichtig dieses Bewusstsein eben nicht nur in der Politik sondern auch in der breiten Bevölkerung zu verankern.

00:12:11: Dass uns das auch etwas angibt und dass wir auch eigene Interessen haben.

00:12:14: Und wirtschaftliche Auswirkungen für uns?

00:12:15: Absolut!

00:12:16: Gegen wen ist das denn gerichtet?

00:12:18: Israel?

00:12:19: Iran?

00:12:20: Ich glaube beide haben's gegen sich begriffen und darauf kommt sie ja wohl auch an.

00:12:25: Nicht nur gegen wen es gemeint ist, sondern auch wie es auf die anderen Seite ankommt.

00:12:29: vom Iran wurde Im ersten Statement gleich gesagt Saudi Arabien braucht nicht glauben, dass es deswegen sicher ist.

00:12:38: Israel ist ein spezielles Thema weil sie auch gerade einen Wahlkampf gibt.

00:12:43: im Oktober wird gewählt und da wird speziell von der opposizionellen Seite kommt mir das sehr stark vor Ein neues Bild eines Feindes gezeichnet.

00:12:53: Naftali Bennett war der erste der das öffentlich tatsächlich so benannt hat, dass die Türkei der nächste Feind Israel ist und er sieht auch eine türkisch-katarische Achse, die unterstelle ich auch.

00:13:04: Also da gibt es schon gemeinsame Interessen.

00:13:06: Die türkische Polizei hat während der Fußball-WM in Katadi Stadium überwacht.

00:13:11: Türkisches Militär ist dort anwesend.

00:13:12: also wenn die Türkei mit Saudi Arabien und Pakistan ein regionales Bündnis schließt dann mag das für Israel auch nichts Gutes bedeuten weil Israel natürlich selbst auf seinem Weg ist ein regional des Bündnisses zu schließen.

00:13:27: Und die Abram Accords sind sozusagen der Gegenentwurf dazu.

00:13:32: Eigentlich hätte Saudi Arabia auch noch einen Abram-Accord unterschreiben sollen, ob sich das nun gegenseitig ausschliesst ist die Frage aber es ist dadurch zumindest nicht leichter geworden.

00:13:40: Bevor wir zum zweiten großen Themenkreis kommen den wir uns vorgenommen haben du hast es geschafft sehr viele junge Follower zu haben aufs insozialen Medien auf TikTok auf Instagram zu einem Thema, das eher sperrig ist.

00:13:57: Wie schafft man das?

00:13:58: Ich behaupte nicht dass es sperrig ist.

00:14:00: ich glaube Es gibt auch zwei Faktoren.

00:14:03: erstens Dadurch dass durch Social Media eigentlich die Nachrichten ihren regionalen Wert verloren haben.

00:14:11: wir haben einfach die Bindung nicht mehr dazu dass alles was mich interessiert notwendigerweise eine regionale oder nationale Sache ist sondern Ich kann mich mit jedem möglichen Teil der Welt beschäftigen.

00:14:23: Und ich werde Menschen finden, die das auch tun und ich kann überall in der Community bilden.

00:14:26: Dadurch ist diese regionale Komponente weggefallen und viele Menschen interessieren sich viel weniger für die kalte Progression als für den Auskonflikt.

00:14:37: Das merke ich, dass in einer jüngeren Demografie eine größere Consciousness für globale Konflikte da ist.

00:14:45: Da gibt es ein großes Wissen oder ein großes Interesse?

00:14:47: Weil sie jetzt global geworden sind!

00:14:48: Die West ist viel globaler geworden.

00:14:50: Das ist Faktor Nummer eins.

00:14:52: Und Faktore Nummer zwei, das ich glaube auch wahrnehme dass eine grundsätzliche Unterschätzung der Menschen herrscht.

00:15:01: also man will sich eigentlich damit beschäftigen Man hat das Gefühl es geht uns auch wieder etwas an und man kann die Menschen noch darüber emotionalisieren.

00:15:10: Es muss ihnen nicht notwendigerweise selbst betreffen um Menschen so weit zu emotionalisierend dass sie Woche für Woche protestieren gehen gegen das israelische Vorgehen Gaza beispielsweise.

00:15:21: Und das ist dann doch etwas Neues, was wir so glaube ich in Österreich nicht kannten, dass uns stellvertretende Betroffenheit tatsächlich politische Potenziale bringt.

00:15:30: Das hat sich jetzt parteipolitisch noch nicht so wirklich niedergeschlagen auch in Wahlergebnissen wahrscheinlich noch nicht sichtbar aber ich behaupte bei den nächsten Nationalratswahlen wird es eine große Rolle spielen.

00:15:40: Ich könnte ein paar Dinge sagen die definitiv nicht bestätigt sind Aber meine Vermutung ist zum Beispiel wenn sich jetzt mit einer Liste Gase zusammen täte, dann wäre sie durchaus fähig vier Prozent oder mehr zu gewinnen.

00:15:53: Und es wär schon mal eine Partei mehr im Nationalrat.

00:15:55: Interessante Statement!

00:15:56: Wir haben bis jetzt nicht hauptsächlich gesprochen über naost.

00:16:02: Kommt man ja zur Ukraine?

00:16:03: Zu Russland?

00:16:04: Es gibt ja Verbindungen dazu... Wie stellt sich das da?

00:16:09: Also mittlerweile kann auf wahrscheinlich drei Ebenen Verbindungen sind.

00:16:13: Zunächst den Umstand, dass die Ukraine ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer vor einigen Wochen beschossen hat und das es da den ersten iranischen Toten gab sozusagen in Russland-Ukraine Konflikt.

00:16:25: aufgrund des Umstands der Iran dort Teile für militärisches Equipment wie beispielsweise Drohnen liefert, hat die Ukraine das legitimes Ziel erachtet und somit verschweißen sich diese beiden Konflikte der eine im Iran, der andere in der Ukraine auf diesem Weg.

00:16:41: Die zweite Ebene ist die, dass die Ukraine mittlerweile aufgrund von vier Jahren Krieg Erfahrungswerte gesammelt hat.

00:16:47: Die natürlich für andere Konflikte auch interessant sind.

00:16:51: So kauft dann beispielsweise Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien ukrainische Technologie für das Abfangen von iranischen Drohnen, die ja dieselben sind, die die Russen auf die Ukraine schießen und dann auf politischer Ebene natürlich.

00:17:02: Also irgendwo sind diese Konflikte mittlerweile so global sich fast keiner mehr leisten kann zu sagen Wir stünden da außen vor, wir haben mit dem Konflikt nichts zu tun und wir stellen uns schon gar nicht auf eine Seite.

00:17:15: Auch der chinesische Versuch das zu tun ist ja gescheitert.

00:17:19: vielleicht war es auch immer nur ein Vorwand um sich nicht selbst in die Schussbahn zu stellen.

00:17:24: aber es ist mittlerweile klar auf welcher Seite die Chinesen spielen.

00:17:28: Es ist klar auf welche Seite die Amerikaner spielen.

00:17:30: Das sind die zwei relevanten globalen Mächtige.

00:17:32: gegenwärtig.

00:17:33: Russland ist verwickelt.

00:17:34: Der Iran ist mit Russland verbündet, also es ist gewissermaßen vielleicht eine Blockbildung die sich quasi dieser beiden Konflikte über den ganzen Globus

00:17:42: stülpt.".

00:17:43: Du warst selbst öfter in der Kriegsregion?

00:17:46: Du war so in Russland als auch in der Ukraine.

00:17:50: was sind denn die prägensten Erlebnisse dort

00:17:52: gewesen?".

00:17:54: Also für mich Eigentlich die Idee, wenn ich jetzt in die Ukraine fahre zum ersten Mal.

00:18:01: Zum damaligen Zeitpunkt es könnte mich nichts überraschen weil ich habe diesen Konflikt vom ersten Tag weg jeden tag verfolgt.

00:18:07: was würde mich jetzt noch überraschend?

00:18:09: Es war doch sehr anders und das war vor allem sehr anders als in Russland.

00:18:13: In Russland ist der Krieg eine Sache dem man erstens nicht das krieg benennt.

00:18:18: Das ist ja auch immer eine spezielle Militäroperation.

00:18:22: Es ist vor allem eine Sache über die man öffentlich nicht spricht, außer man verbreitet das Regierungsnarrativ dann schon.

00:18:30: Es gibt zwar Rekrutierungen mittlerweile auch auf der Straße für U-Bahnen, die schauen meistens auch sehr traurig aus.

00:18:36: also da sind keine Veteranen, die dort andere davon überzeugen dass es eine gute Idee ist und dann sehr häufig auch in Uniformen gesteckte Obdachlose, die dann patriotische Lieder singen um dich davon zu überzeugen, dass du jetzt deine Unterschrifter von Blatt Papier setzen sollst an Richtung Süden fährst.

00:18:51: aber in Russland ist diese Sache vor allem Privatsache, weil es gewissermaßen ein gelernter Prozess ist.

00:18:58: eine öffentliche Meinung über Politik zu haben kann nichts Positives bewirken.

00:19:02: Das war im Zeristischen Reich so das war im Kommunismus so das waren den neunzigern kurz anders und es ist seit fünfundzwanzig Jahren Putin eigentlich wieder Standard.

00:19:12: über Politik das spricht man nicht.

00:19:14: in der Ukraine ist es anders.

00:19:15: man hat das Gefühl der Staat hat sich seit seiner kommunistischen Vergangenheit sehr stark verändert.

00:19:21: Die Betroffenheit der Bevölkerung ist jene, dass man weiß, das ist ein Krieg ums Überleben.

00:19:26: auch der kulturellen Identität des Staates als solchen.

00:19:30: Und es steht einfach viel mehr auf dem Spiel, dass ist keine Frage ob man mitmacht oder nicht.

00:19:34: Man wird dazu gezwungen mitzumachen und in der Gesellschaft findet auch jeder eine gewisse Rolle.

00:19:40: wenn man dort hinkommt dann kommt eben der nächste Beste zu dir bindet ihr ein Band mit den ukrainischen Flaggenfarben um und zeigt dir irgendwas wenn du dich als Tourist erkennlich machst oder als Journalist oder Mensch der halt offensichtlich liegt von hier.

00:19:55: Touristen in der Ukraine, auch das gibt es noch.

00:19:57: Und je näher man der Front kommt, desto weniger sieht man natürlich auch davon und desto weniger kann man eigentlich von einem normalen Leben sprechen.

00:20:07: In Rakif gibt es kein Gebäude, das intakte Fensterscheiben hat und wenn es welche hat dann hat es in einer Woche keine mehr.

00:20:13: und dass ist eine Art des Lebens die sich glaube ich weniger hier vorstellen können bevor sie es nicht gesehen haben wenn eine Kindschallrakete, die auch nuklear bestückt werden könnte.

00:20:25: Also ziemliches Drum in einen Wohnblock einschlägt und im zwanzig Meter Radius nichts mehr stehen bleibt.

00:20:34: Und die Menschen drei Stunden nachdem die Rakete eingeschlagen ist schauen ob ihre Wohnung noch bewohnbar ist und dann wieder einziehen das es.

00:20:43: für mich sind Bilder gewesen die ich so nicht zu leicht vergessen werde.

00:20:47: Das geht aber jetzt schon seit vier Jahren so.

00:20:51: Wie kann es weitergehen?

00:20:52: Wie kann das aufhören, Ende in Sicht irgendwann.

00:20:57: Das Ende beziehungsweise der Frieden und Frieden definiert über die Abwesenheit des Konflikts.

00:21:02: also jetzt kein positiver Friedens sondern erst mal sollen die Waffen schweigen, dass ist ja nur eine Frage des politischen Willens und des Preises.

00:21:10: Natürlich!

00:21:11: Und wenn's heute jemandem gäbe sehr oft die Idee käme wir ferieren die Frontlinie so wie sie ist ein und sein Gegenüber sagt, das ist okay.

00:21:21: Dann wäre es auch gewissermaßen vorbei zumindest fürs jetzt.

00:21:24: Es liegt unseres Europäern den Amerikanern als globale Macht und den Ukrainern Als der Staat der weiterhin existieren soll am besten in den Grenzen von oneinzehn-neunzig zu viel daran Dass es nicht so endet wie sie jetzt gerade status quo ist.

00:21:40: Es liegt den Russen zu viel daran dass es ebenfalls nicht so ended wie es gerade Status Quo ist.

00:21:45: die europäische Union Die NATO, die Ukraine soll sich aus russischer Sicht am besten selbst so zerfleischen.

00:21:53: Dass man sie gar nicht mehr bekämpfen müsste.

00:21:55: und die Ukraine war immer nur Vehikel zur Neuschreibung der geopolitischen Ordnung in Europa zu einer positiven Veränderungen für Russland.

00:22:05: das war der Gedanke.

00:22:06: Das hat sich jetzt schon im mittlerweile fünften angebrochenen Krieg sehr noch immer nicht machen lassen.

00:22:11: Und die Frage ist wie groß ist der Wille?

00:22:13: Wie groß die Leidensfähigkeit Und irgendwann wahrscheinlich auch die wirtschaftliche Möglichkeit Russlands, das weiterzuführen.

00:22:23: Es läuft auf Abnutzung hinaus nicht nur militärisch, auch wirtschaftlich mittlerweile und ich glaube dass die Ukraine wenn sie das bis ins nächste Jahr schafft tatsächlich eine gute Möglichkeit hat, dass die Russen auf wirtschaftlicher Ebene einknicken und sagen es ist nicht mehr leistbar.

00:22:41: Der Gedanke für Russland dahinter warum hat es diesen Krieg?

00:22:45: Gebegangen, was möchte es denn erreichen?

00:22:47: Was sagst du deinen Followern auf TikTok, auf Instagram.

00:22:52: Was steckt dahinter?

00:22:54: Obgleich das operative Level nicht besonders erfolgreich bestritten wird von Russland auch das taktische teilweise seine mehr offensichtlichen Fehler hat ist das strategische Interesse von Russlands noch immer zu erreichen.

00:23:08: und dass eben die Umkodierung der europäischen Sicherheitsordnung jetzt kann man sagen in den ersten vier Jahren NATO-Beitritt von Schweden und von Finnland, das war eher nichts.

00:23:19: Aber man kann noch immer über sabotage Aktionen wie sie eben vor kurzem auch in Italien stattgefunden haben, auch in Deutschland die europäische Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen.

00:23:32: es gibt bestätigterweise aufgrund von Leaks die Interessen von Russen verschriftlich und auch quantifiziert.

00:23:39: Die Trollfabrik von Yevgeny Prigoshin, der nicht mehr im Leben ist, die sogenannte Internet Research Agency hatte ein Arbeitspapier in dem drinnen stand.

00:23:47: Wir wollen bundesweit in Deutschland einen AfD-Wahlergebnis von zumindest zwanzig Prozent.

00:23:52: Wir wollten Zukunftsangst bei zumindest vierzig Prozent der Deutschen unterstanden.

00:23:55: noch ein paar andere Dinge drinnen.

00:23:58: Wir können feststellen dass die Dinge, die man militärisch nicht erreichen will oder kann, die kann man politisch erreichen Und das ist auch eleganter, weil es kostet weniger und alles was ich politisch zerstöre muss sich militärisch nicht mehr zerstören.

00:24:11: Das heißt dieser Kampf ist noch nicht ausgefochten er wird mit Hybridenmitteln vorangetrieben.

00:24:16: Es kann noch schlimmer werden.

00:24:18: Die Ukraine als vehikel dahingehend war vielleicht ein Schuss in den Ofen aber es gibt eine größere Ebene die die Russen noch immer mitunter erfolgreich bespielen Und da sind wir der Herausforderung noch nicht gewachsen.

00:24:32: Wie stabil ist denn das politische System, das russische System?

00:24:36: Das russisch-politische System kann man trotz unterschiedlichen Begrifflichkeiten als Kontinuum betrachten – auch nicht großartig anders als im Zeristischen Reich und damals im Kommunismus.

00:24:50: Man hat praktisch eine herrschende Klasse die Nomenkleidura zwangsläufig immer in unterschiedliche Fraktionen aufteilen, die unterschiedliche Interessen hat.

00:25:01: Und ein durchgehendes Prinzip ist das schlechten Bojas aber des guten Zahns.

00:25:06: also wenn in Russland irgendetwas nicht stimmt und es stimmt vieles nicht.

00:25:10: Aber es stimmt so schlimm nicht dass sich die Bevölkerung darüber beschwert dann wird der Zaar in diesem Fall heißt er Präsident mittlerweile und Putin wird dorthin kommen und sagen ich richte das jetzt Diese Stahlwerk wird nicht zugesperrt, diese fünftausend Arbeitsplätze sind sicher.

00:25:27: Und mein Boyard, also der darunter liegende Technograt oder Oligarch zahlt dafür und er ist der Böse weil erst zusperren wollte und ich bin der Gute weil ich euch gerettet habe.

00:25:39: Somit ist dieser Machtausgleich immer da dass es eine Figur gibt die man nicht angreifen darf das alle darunter in Konkurrenz zueinander stehen.

00:25:47: Die russischen Geheimdienstes gibt ja mittlerweile vier davon, die Nachfolgeorganisationen des KGB sind so gegenseitig verschränkt dass sie immer überlappende Kompetenzen haben und sozusagen um die Gunst des Herrschers buhlen.

00:26:00: Und versuchen ihre Stellung dadurch zu verbessern das Sie Ihre Aufgaben über erfüllen.

00:26:05: jetzt gibt es aber auch sehr viel Inkompetenz in diesen Machtapparaten.

00:26:10: Aber das System ist natürlich nur auf Loyalität und nicht wirklich auf Kompetenz gebaut.

00:26:15: Und am Ende des Tages merken diese darunterliegenden Eliten, die in Konkurrenz zueinander stehen, dass sie im Moment ans Ende einer Herrschaftsperiode kommen.

00:26:26: Putin ist schon sehr lang da, er erreicht ein gewisses Alter und der hat auch nicht die nötigen Erfolge um das noch zwei Jahrzehnte zu machen.

00:26:34: Jetzt bringt sich dieser Elite in Stellung Und die Machtkämpfe auf der Ebene unter Putin werden immer brutaler.

00:26:42: Also da werden Menschen umgebracht, da werden auch Menschen um politische Ämter gebracht... Man versucht in jeglicher Form der Intrige seine Stellung zu verbessern für den Moment wo der Machtwechsel kommt weil dann will man einen aus seinen eigenen Reihen in den Sitz bringen und persönlich profitieren

00:26:59: Wenn der Machtwechsl Von sich aus kommt.

00:27:02: palastrivolte steht keine bevor, wenn ich das jetzt richtig lese.

00:27:06: Nein, das wäre auch wieder der russischen Geschichte.

00:27:08: Das gab es nicht so häufig und dadurch dass dieses System gelernt ist und man sich noch nicht zu früh aus der Deckung wagen möchte, ist es für viele schwierig diesen letzten Schritt zu gehen.

00:27:21: Putin hat beispielsweise mit einer Maßnahme reagiert als CFG Nibigoshi in Richtung Moskau marschierte und dort nicht ankam und da mit einem Flugzeug abgestürzt ist.

00:27:31: Er hat Rosquadia, also der sozusagen Nationalgarde die dem Präsidenten direkt unterstellt ist nicht irgendwie den Parlament oder sonst welchen Behörden sondern im Präsidenten direkt schwere Waffen gegeben.

00:27:44: Davor war das eine Militz die halt wie die Guardia civil beispielsweise in Spanien leicht bewaffnet war.

00:27:52: mittlerweile hatte Rosquadia Panzer.

00:27:54: Das heißt, da wird eine zweite Armee im Staat gebaut.

00:27:57: Die dafür da ist dass sie gegen die eigene Armee Krieg führen könnte sollte die drauf kommen.

00:28:02: wir stürzen den Präsidenten und insofern ist dieser Staat schon so konstruiert das er dem Präsidenten zu jedem Zeitpunkt schützt.

00:28:08: das heißt der direkte Angriff auf Vladimir Putin ist nicht etwas das ich sehe aber auf jeden Fall ein Machtkampf innerhalb der russischen Elite für den fall dass er abtritt oder stirbt.

00:28:23: Wir haben über den Ukraine Krieg gesprochen.

00:28:26: Zwei große geopolitische Themen, die Geopolitik fordert ja die Wirtschaft enorm.

00:28:30: Worauf müssen wir uns denn da in Zukunft einstellen?

00:28:34: Noch einstellen!

00:28:35: Wir müssen uns darauf einstellen dass es für uns gewiss nicht leichter wird.

00:28:39: Die Zeit in der Globalismus dazu geführt hat das ist für den Konsumenten sehr angenehm war speziell wenn er in der ersten Welt lebt und Geld hat.

00:28:50: Lieferketten wollen schon allein aufgrund des Umstands, dass sie disrupted werden können verkürzt werden.

00:28:55: Das wirkt sich negativ auf den Preis aus.

00:28:57: es wird immer wieder zu kommen das diverse Güter nicht oder nur für sehr hohe Preise zu bekommen sind und vielleicht All diese Dinge, die ich bis jetzt gesagt habe sind ja noch verkraftbar.

00:29:07: Vielleicht wird es dazu kommen dass wir uns auch mit einem Waffengang irgendwann beschäftigen müssen Ich glaube nicht allzu bald und ich glaube nicht im klassischen Krieg Frieden Schema Und Massen Mobilisierung und irgendwo in Richtung Osten sondern eher im Sinne von Resilienz Die sich gegen hybride Mittel der politischen und militärische Kriegsführung gegen uns richten.

00:29:34: In dem Sinn müssen wir natürlich uns anders begreifen, also wir können nicht mehr davon ausgehen dass irgendwie ein Wohlstandsversprechen das stiftend war für die zweite Republik Die zugrunde liegende Ideologie eines westlichen Staates sein kann weil das verlangt von seinem Staatsbürger keine Opfer und dementsprechend ist der Staatsbürgern auch nicht bereit welche zu geben.

00:30:00: Und wenn wir dann Umfragen haben, in denen wir entnehmen das nur neunzehnt Prozent der Bevölkerung bereit sind ihren eigenen Staat zu verteidigen, dann ist es nicht der Fehler des Einzelnen, der das jetzt beantwortet hat dahingehend dass er's nicht tun würde sondern Es ist der Fehler der zu Grunde liegenden Kultur, die vom Staatsbürger das auch gar nicht wollte oder verlangt hätte.

00:30:23: Also wir sind praktisch verwöhnt aus den vergangenen Wohlstands gekennzeichneten Perioden und sind nicht mehr bereit... Die Urform des Staates nämlich... den Schutz der eigenen Staatsbürger tatsächlich wahrzunehmen.

00:30:37: Das ist aber eine allgemeine Aufgabe und nicht eine Dienstleistung, das muss man manchmal in meiner Generation auch noch verklickern.

00:30:43: Der Staat ist kein Spotify-Abo, den ich ababonieren kann und dann aboniere ich einen neuen, sondern das bedingt dass sich daran teilnehme und meine Aufgaben darin noch wahrnehme.

00:30:53: also ich glaube was es Für uns bedeutet.

00:30:57: in nächster Zeit ist es eine größere Verantwortung, die wir übernehmen müssen.

00:31:02: Was kann ich dazu beitragen?

00:31:04: Ich glaube eben sich selbst auch in der Verantwortung zu sehen diese Dinge verändern zu können und nicht nur an der Wahluhrne sondern tagtäglich dementsprechend zu handeln.

00:31:14: Und dann wird das bestimmt auch möglich sein neben allen Faktoren die wir nicht beeinflussen können wie die Demografie oder große Entscheidungen großer Staaten in sehr dekorierten Zimmern in Washington stattfinden mittlerweile.

00:31:29: Du bist jetzt um die dreißig wieblickt einen junger Mann, wie du heute in die Zukunft?

00:31:35: Ich glaube mit einem erhöhten gefühlte Verantwortung.

00:31:38: wir werden uns auf Dinge einlassen müssen, die wir notwendigerweise nicht ändern können.

00:31:44: und ich glaube die Rückbesinnung auf die Dinge der Vergangenheit, die wir gut gemacht haben.

00:31:50: Die uns auch durch größere Krisen als die momentane geführt haben und uns zu diesem wohlhabenden und schönen Ort gemacht haben – die dürfen wir erstens nicht vergessen.

00:32:00: und wir müssen vor allem progressiv daran arbeiten dass es auch weiterhin in Europa zu Dingen kommt, die von globaler Wichtigkeit sind.

00:32:10: Die größte Gefahr ist weil wir das alle nicht kennen und glaube ich nicht wissen wie wir damit umgehen sollen dass wir als Verlierer der Weltgeschichte leben.

00:32:17: Das kann sehr niederträchtig sein, wenn man plötzlich nicht mehr berücksichtigt wird, wenn sich die großen Dinge ausgemacht werden.

00:32:24: und das ist die große Gefahr, dass im Moment in Biking oder in Washington möglicherweise sogar in Moskau sich Menschen eine Weldoordnung ausmachen, die die Europäer nicht selbst mitbeschließen.

00:32:37: Und daran sollte uns viel liegen, dass wir mit dabei sind und ich glaube noch immer gemessen an allen anderen Orten auf der Welt ist es hier ein sehr guter Ort.

00:32:45: Das ist kein Zufall, sondern das ist die zugrunde liegende Kultur, die wir geprägt haben.

00:32:53: Und ein bisschen mehr stolz dahingehend würde ich dann doch befürworten.

00:32:56: Wir haben schon viel verbrochen in der Menschheitsgeschichte so es nicht aber definitiv gibt es Gründe warum's uns besser geht und auf die müssen wir uns wieder besinnen.

00:33:04: Ein schöner Schlussgedanke vielen Dank Andreas Krassel.

00:33:07: Ich danke

00:33:09: Danke auch Ihnen, liebes Publikum.

00:33:10: Wie immer wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Likes.

00:33:14: Bleiben Sie dran bis zur nächsten Folge von Lukat.

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